Chaos vermeiden: So schaffen Sie mehr Ordnung zu Hause

In jeder Ecke stapeln sich Dinge und Sie wissen nicht, wohin damit? Das Saubermachen wird immer schwieriger, weil überall in Ihrer Wohnung etwas herumliegt? Dann wird es höchste Zeit, das Chaos zu lichten. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Nur weil Sie unordentlich sind, heisst es nicht automatisch, dass Sie ein Messie sind. Messies haben eine nicht steuerbare Sammelwut, ihre Unordnung ist extrem. Ist das bei Ihnen der Fall, dann sollten Sie dringend therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen. Wenn Sie einfach nur etwas unordentlich sind, dann lassen Sie sich von folgenden Tipps inspirieren ...
Bevor Sie sich ans Aufräumen wagen, sollten Sie in Ihren Erwartungen realistisch bleiben. Wenn Sie bislang ein absoluter Chaot waren, werden Sie mit Sicherheit nicht von heute auf morgen ein Ordnungsfanatiker. Das Zauberwort heisst in dem Fall "Optimieren". Sie müssen sich nicht gleich um 180 Grad verbiegen.
Ordnung zu halten, gehört im Grunde zum Selbstmanagement. Setzen Sie sich konkrete Ziele. Statt "ich muss mal wieder meinen Schreibtisch aufräumen", werden Sie konkret und formulieren Sie Einzelziele: wann, was, wohin damit.
Tragen Sie sich sowohl kleine als auch grosse Aufgaben mit konkretem Datum in den Kalender ein: 24.10. Altpapier wegbringen, 28.10. Kleiderschrank ausmisten. Natürlich sollten Sie diese Termine mit sich selbst und Ihrer Wohnung genauso ernst nehmen wie andere Kalendereinträge.
Wo sollen Sie mit dem Aufräumen anfangen? Der Badminton-Schläger, der seit einem Jahr auf dem Schrank liegt, die Turnmatte, die seit drei Monaten unbenutzt an der Wand lehnt, die abgetragenen Schuhe, die seit Jahren den Flur zum Überquellen bringen - das sind Sachen, die wegmüssen.
Unbenutzte Dinge, die in der Wohnung verteilt sind, ziehen jeden Tag Ihre Aufmerksamkeit auf sich und saugen Ihre Energie. Sie plagen sich unnötig mit Schuldgefühlen und sorgen für Unordnung. Schmeissen Sie kaputte Dinge weg und verschenken Sie unbenutzte Sachen, die einem anderen Menschen vielleicht mehr Freude bereiten würden.
Seien Sie ehrlich mit sich selbst - welche Dinge brauchen Sie wirklich unabdingbar? Liegt etwas seit dem Umzug immer noch verpackt im Karton, dann wird es womöglich etwas sein, das Sie nicht mehr brauchen.
Trauen Sie sich auch Dinge loszuwerden, die Sie geschenkt bekommen haben. Nur weil Sie ein liebgemeintes aber unpraktisches Teil für die nicht vorhandene Wohnzimmervitrine geschenkt bekommen haben, heisst es nicht, dass Sie es für immer behalten müssen.
Dasselbe gilt auch für Dinge, die einen rein sentimentalen Wert haben, aber im Grunde nur als Staubfänger fungieren. Die Kinokarte vom ersten Date mit Ihrem Ex-Ex-Partner oder Ihr Lieblingspulli aus der Schulzeit - lassen Sie die Vergangenheit los, lösen Sie sich von sämtlichen Altlasten. Am besten Sie machen ein Foto von diesen Dingen, so behalten Sie trotzdem ein Erinnerungsstück.
Es ist keine Schande, uralte Geburtstagskarten und Geschenke, die ohne Bestimmung rumstehen, zu entsorgen. Doch es ist leider keine Lösung, diese Dinge in den Keller oder auf dem Dachboden zu verstauen. Auch dort wird es irgendwann unübersichtlich und unnötig chaotisch. Einfach weg damit!
Quillt Ihr Kleiderschrank hoffnungslos über und Sie finden morgens kaum noch die passenden Anziehsachen? Dann wird es Zeit, mal wieder auszumisten. Gehen Sie den kompletten Inhalt durch und sortieren Sie radikal alles aus, was Sie seit Monaten nicht mehr angezogen haben.
Sind Sie mit dem Aussortieren der überflüssigen Kleidung fertig, dann heisst es: Ab damit in den Müll, in die Altkleidersammlung oder machen Sie einen Verkaufsstand auf den Flohmarkt. Haben Sie in Ihrem Kleiderschrank mehr Platz geschaffen, passt vielleicht die ein oder andere unordentlich in die Garderobe geschmissene Jacke, Tasche oder der Schal noch hinein.
Je mehr Menschen in einer Wohnung zusammenleben, desto chaotischer wird es. Es ist sinnvoll, dass sich Partner oder die ganze Familie von Zeit zu Zeit zusammensetzen und klare Regeln besprechen. Wo und wann darf Unordnung entstehen? Wann ist der Zeitpunkt zum Aufräumen?
Gerade wenn Sie Kinder haben, sind Absprachen wichtig. Es darf beim Spielen Chaos entstehen, aber es muss auch klar sein, dass nach der Spielzeit alles auf seinen Platz zurückkommt. Doch wie motivieren Sie Ihre Kinder, wieder aufzuräumen?
Aufräumen kann zum Spiel werden - sogar zum Wettbewerb. Stellen Sie einen Timer auf fünf Minuten und fordern Sie Ihre Kinder auf, alles in dem gegebenen Zeitraum aufzuräumen. Wenn Sie es schaffen, kann vielleicht hin und wieder auch eine kleine Belohnung locken ...
Für Kinder ist es sehr wichtig, dass Dinge einen bestimmten Platz haben. Regale mit herausnehmbaren Kisten in angemessener Höhe sind empfehlenswert. Beschriften Sie die Kisten oder kleben Sie ein Foto von den Dingen darauf, die hineingehören. So entstehen eine Lego-Kiste, eine Barbie-Kiste, eine Bastel-Kiste und das Aufräumen wird buchstäblich kinderleicht.
Bei kleineren Kindern sollten Sie ausserdem darauf achten, dass der Kleiderschrank und die Garderobe auch für Ihre Kinder erreichbar sind. Niedrige Haken in der Garderobe verhindern herumliegende Jacken auf dem Boden.
Wer Kinder hat, weiss, dass sich über die Jahre Dinge und Spielsachen anhäufen, die nicht so leicht einer bestimmten Kategorie zugeordnet werden können. Respektieren Sie den Wunsch Ihrer Kinder, wenn sie sich nicht von scheinbar sinnlosen Dingen trennen können. Auch dafür gibt es eine ordentliche Lösung ...
In jedem Haushalt sollte es eine sogenannte Chaoskiste geben. Kinder dürfen in diese Kiste alles reinwerfen, was scheinbar keinen anderen Platz hat. Sie werden garantiert jeden ausgeschnittenen Schnipsel aus einer Kinderzeitschrift oder den Inhalt eines Überraschungseis hier wiederfinden.
Chaoskisten sind für Erwachsene ebenso wichtig. Damit sich lose Batterien, geöffnete, aber noch nicht bearbeitete Briefe nicht querbeet auf dem Wohnzimmer- und Küchentisch stapeln, kann ein einfacher Schuhkarton helfen, der in einem verschliessbaren Schrank eine Ecke zum Verweilen findet. Doch Sie sollten diese Kiste regelmässig auf Überflüssiges überprüfen.