Im Büro und zu Hause: Diese Dinge kosten uns (überraschend) viel Zeit

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Höher, schneller, weiter - beruflich wie privat: Die Anforderungen, denen der moderne Mensch (angeblich) genügen muss, wachsen ständig, für viele (schöne) Dinge bleibt wenig Zeit. Doch stimmt das wirklich? Sowohl im Büro als auch im Alltag lauern viele Zeitfresser, denen man relativ leicht aus dem Weg gehen kann ...

Der eine überprüft dauernd seine Mails, der andere steckt ständig im Stau. Zeitfresser bestimmen unser Leben. Doch womit verschwenden wir eigentlich am meisten Zeit?
Die grössten Zeitdiebe im Büro kennt jeder: Sinnloses Surfen im Internet, "nur mal kurz" Facebook checken und überflüssige, weil inhaltsleere Meetings. Was sich nicht alles anstellen liesse, würde man diesen und anderen teils überraschenden Zeitfressern weniger Raum geben ...
Sollen Sie den Nachbarn mal wieder beim Babysitting unterstützen? Bittet der Kollege ständig um Hilfe? Natürlich ist es nett, anderen unter die Arme zu greifen. Aber vergessen Sie dabei nicht sich selbst - vor allem, wenn Sie wiederholt gefragt werden - und sagen Sie auch mal Nein. Schliesslich bleiben in der Zwischenzeit eigene Vorhaben liegen.
Socializing muss sein, keine Frage. Ausufern sollten Klatsch und Tratsch aber trotzdem nicht - vor allem nicht im Büro: All das, was Sie in dieser Zeit nicht an Arbeit schaffen, muss womöglich an Überstunden hinten drangehängt werden.
Gehören Sie auch zu jener Sorte Schlafliebhaber, die jeden Morgen den Wecker nochmal und nochmal weiterstellen, anstatt gleich aufzustehen? Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und verzichten Sie aufs Snoozen! So können Sie wertvolle Lebenszeit gewinnen - etwa für ein gemeinsames (Familien-)Frühstück am Morgen.
192 Minuten schauen die Deutschen im Schnitt täglich fern. Über drei Stunden! Natürlich ist es in Ordnung, zur Unterhaltung auch mal Shows, Krimis und Dailys zu gucken. Aber Achtung: Lassen Sie das TV-Glotzen am Abend nicht zur Gewohnheit werden. Es gibt so tolle Alternativen: Sport treiben zum Beispiel oder ein Treffen mit Freunden.
Ungeliebt und ein echter Zeitfresser: Hausarbeit. Für die meisten sind Waschen, Putzen und Co. ein notwendiges Übel, für das ein bis zwei Stunden täglich draufgehen. Also lieber eine Spülmaschine kaufen und nicht jede Unterhose glätten. Auch Putzhilfen sind günstiger als man denkt - wenn Sie mal rechnen, was Sie in dieser (Arbeits-)Zeit schaffen könnten.
Leider oft unvermeidlich: Warten. An Bahnhöfen und Flughäfen, in Staus, beim Arzt. Doch auch diese verlorene Zeit lässt sich sinnvoll gestalten. Besser als ziellos mit dem Smartphone im Netz zu surfen oder zu daddeln: (Hör-)Bücher, die inspirieren, Nachrichten, die bilden, oder ein längst überfälliger Anruf bei Oma.
Richtig ist: Manche Dinge erfordern absolute Perfektion. Aber ebenso richtig ist, dass oft weniger Einsatz reicht. Das sogenannte "Pareto-Prinzip" besagt unter anderem, dass sich bei richtiger Verteilung der Prioritäten mit 20 Prozent des Aufwands 80 Prozent der gesamten Arbeit erledigen lassen. Die Devise lautet also: Nicht in unnötigen Details verlieren!
Wer seine Zeitdiebe eliminieren oder zumindest möglichst kleinhalten will, muss sie zunächst mal erkennen. Ist das aber geschafft, ist schnell mehr Zeit für wirklich wichtige Dinge gewonnen: für Familie und Freunde, Entspannung, Sport, mehr Schlaf, Hilfsprojekte, Weiterbildung, gesunde Ernährung, selbst kochen ... Worauf also warten?