Beifuss ist ein beliebtes Gewürz und Heilmittel. Doch Beifuss kann auch eine Allergie auslösen. Welche Symptome sich zeigen können und welche Hausmittel helfen.

Mehr Ratgeber-Themen finden Sie hier

Der Gemeine Beifuss (Artemisia vulgaris) stammt aus der Familie der Korbblütler und ist mit seinen gelb-grünen Blüten weitverbreitet und überwiegend an Böschungen, Wegrändern und Schotterplätzen zu finden. Die Pflanze hat ihre Blütezeit von Mitte Mai bis Ende Oktober. Besonders ab Mitte Juli bis Ende August ist die Belastung mit Beifusspollen besonders hoch. Menschen mit einer Beifuss-Allergie leider in diesem Zeitraum besonders stark unter Symptomen.

Übrigens: Menschen ohne Beifuss-Allergie können von der auch als Naturheilmittel eingesetzten Pflanze profitieren: Ihr werden antibakterielle, durchblutungsfördernde und verdauungsanregende Eigenschaften nachgesagt. Mit seinem würzigen Aroma kommt Beifuss auch häufig als Gewürz in verschiedenen Gerichten zum Einsatz.

Beifuss-Allergie: die typischen Anzeichen

Die Pollen der bis zu 200 Zentimeter grossen Beifusspflanze werden durch den Wind verbreitet und verursachen die in Deutschland häufigste Kräuterpollenallergie.

Mögliche Symptome einer Beifuss-Allergie entsprechen denen eines gängigen Heuschnupfens:

  • Augentränen und -jucken
  • Fliessschnupfen
  • Kopfschmerzen
  • Atemnot
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Schlafstörungen

Eine grosse Gefahr für heftige allergische Reaktionen wird zudem dem sogenannten "Beifussblättrigen Traubenkraut" (auch: Beifuss-Ambrosia, Ambrosia artemisiifolia) zugesprochen. Dieses ist vom Gemeinen Beifuss zu unterscheiden. Ambrosia ähnelt ihm zwar sehr, hat aber glatte und grüne Blattunterseiten. Doch Achtung: Wer auf Beifuss allergisch ist, reagiert oftmals auch auf Ambrosia mit Heuschnupfen!

Beifuss gilt als Leitallergen für weitere Allergien

Zeigen sich bei Beifuss-Pollen als Korbblütler allergische Reaktionen, so können auch andere Korbblütler solche unerwünschten Symptome hervorrufen. Dies sind die sogenannten Kreuzreaktionen.

Laut der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) treten bei einer Beifuss-Allergie häufig begleitende Symptome auf. Zum Beispiel kann der Verzehr von Sellerie, Gewürze, Gurke, Melone oder auch Bananen allergische Reaktionen auslösen. Auffällig ist hierbei, dass die entsprechenden Nahrungsmittel oftmals verträglicher sind, wenn man sie zuvor stark erhitzt. Die Hitze zerstört die Allergene.

Mehr Inhalte von Utopia.de
News, Tipps, Rezepte und Kaufberatung für eine nachhaltigere Welt.

Hausmittel bei einer Beifuss-Allergie

Nicht nur Medikamente, sondern auch Hausmittel können die Symptome einer Beifuss-Allergie lindern:

  • Eine Nasenspülung mit einer Kochsalzlösung kann dabei helfen, die Pollen von der Nasenschleimhaut abzuwaschen. Ausserdem befeuchtet die Lösung die Nasenschleimhaut, was den Juckreiz abmildert.
  • Bei juckenden Augen kann ein feuchter Lappen helfen. Einfach mit kaltem Wasser anfeuchten und auf beide Augen legen. Dies lindert häufig den Juckreiz.
  • Da sich Pollen vor allem auch in den Haaren verfangen, ist es ratsam, insbesondere vor dem Schlafengehen die Haare auszuwaschen.
  • Weitere Tipps findest du hier: Achtung: Das kann Allergien verschlimmern

Weiterlesen auf Utopia:

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen © UTOPIA

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.