Die Begriffe "Klima" und "Wetter" werden in Bezug auf den Klimawandel oft gleichgesetzt. Dabei haben sie sehr unterschiedliche Bedeutungen. Wir erklären dir: Was ist Klima, was ist Wetter?

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Häufig werden die Begriffe "Klima" und "Wetter" trotz ihrer unterschiedlichen Bedeutung verwechselt. Die folgenden Definitionen helfen dir, beide Begriffe und ihre Unterschiede besser zu verstehen – und auch, was das in Bezug auf die Klimakrise bedeutet. Abschliessend haben wir ein paar Tipps für dich, wie du selbst unser Klima schützen kannst.

Definitionen von Klima und Wetter

Wetter

  • Definition: Das Wetter bezeichnet den Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Zeitpunkt und Ort.
  • Beispiel: Damit ist das aktuelle Wetter in Form von Regen, Sonnenschein, Sturm oder Schnee gemeint. Dieses kannst du bei einem Blick aus dem Fenster sehen oder draussen selbst erleben.
  • Einheiten: Wetterberichte beschreiben es neben den Temperaturgraden durch Grössen wie Windgeschwindigkeit, Niederschlagsrate oder Luftdruck. So könnte es im Wetterbericht beispielsweise lauten: "In Hamburg regnet es bei 15 Grad" oder "In Berlin scheint die Sonne bei 30 Grad".

Klima

  • Definition: Unter Klima versteht man alle Wettererscheinungen, die im Durchschnitt an einem Ort über einen gewissen Zeitraum hinweg auftreten. Dieser Analyse liegen typischerweise Daten aus mehreren Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten zugrunde.
  • Beispiel: Man könnte Aussagen über das Klima machen wie: "Die mittlere Temperatur im Januar in Stuttgart aus 30 Jahren liegt bei fünf Grad Celsius" oder "Die durchschnittliche Sonnendauer im Mai in Köln aus 30 Jahren beträgt 70 Stunden".
  • Einheiten: Dadurch kann die Klimaforschung beispielsweise eine durchschnittliche Regenmenge, Sonnenscheindauer oder Temperatur für ausgewählte Städte oder Regionen herausfinden.

Der Unterschied zwischen Klima und Wetter

Der entscheidende Unterschied zwischen Klima und Wetter liegt dem Umweltbundesamt zufolge in den verschiedenen Zeiträumen:

  • Das Wetter beschreibt nur einen kurzen Zeitraum, genauer gesagt, den aktuellen Zustand.
  • Beim Klima dagegen spricht man von einem Mittelwert, der idealerweise die Wetterverhältnisse aus einer längeren Zeitspanne von mindestens 30 Jahren enthält.

In Bezug auf die Debatte um den Klimawandel bedeutet das also, dass ungewöhnlich kaltes Wetter an einem oder mehreren Tagen im Jahr kein Beweis gegen die globale Erwärmung ist. Am Ende kommt es nämlich darauf an, wie warm es im Durchschnitt ist. Wenn also beispielsweise in einem Zehnjahresdurchschnitt die Temperatur höher liegt als in den Jahrzehnten davor, so kann man von einer Erwärmung das Klimas sprechen. Es kann an einigen Tagen zwar ausserordentlich kalt sein – ist es an den restlichen Tagen des Jahres aber deutlich wärmer, ergibt sich daraus ein höherer Mittelwert als in den Jahrzehnten zuvor.

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Umgekehrt sagen die Klimadaten eines Ortes nur sehr wenig über das tagesaktuelle Wetter aus, da dieses stark schwanken kann. Laut BR Wissen kann Extremwetter sehr wohl ein Symptom des Klimawandels sein. Dieses äussert sich unter anderem durch gehäufte und intensivere Extremwetterereignisse wie beispielsweise Dürren, Tornados, extremem Schneefall oder auch schweren Gewittern.

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Klimaschutz: Das kannst du dafür tun

Nicht nur das Wetter verändert sich teilweise durch den Klimawandel – er sorgt unter anderem auch für einen Anstieg des Meeresspiegels und hat allgemein weitreichende Folgen für die Erde. Mit deinem Verhalten kannst du dem entgegenwirken, auch mit kleinen Schritten. Mit diesen Tipps kannst du konkret im Alltag etwas für den Klimaschutz tun:

  • Strom sparen, in etwa im Haushalt Energie sparen oder mit dem Stromspar-Check
  • Wechsle zu Öko-Strom. Lies dazu, wie du zu einem Ökostromanbieter wechselst
  • öffentliche Verkehrsmittel oder dein Fahrrad zur Fortbewegung nutzen, beispielsweise mit dem City-Ticket der Bahn oder anderen günstigen Bahntickets
  • saisonal und regional einkaufen, zum Beispiel mithilfe unseres Utopia-Saisonkalenders
  • Bio-Lebensmittel kaufen, am besten mit strengeren Siegeln als dem EU-Bio-Siegel, in etwa Naturland oder Bioland
  • Gegenstände reparieren statt wegwerfen (zum Beispiel im Repariercafé)
  • Produkte Second Hand kaufen
  • Zero Waste ausprobieren
  • Hör dir den Utopia-Podcast an, um wöchentlich etwas über Nachhaltigkeitsthemen zu lernen – von Fleischersatz bis zur grünen Geldanlage. Zum Thema Klima kannst du dir diese Folge anhören:

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