• Es ist alles andere als eine Überraschung, sondern vielmehr die Bestätigung für lang anhaltende Spekulationen: David Alaba spielt künftig für Real Madrid.
  • Bei den Königlichen erhält er einen Fünfjahresvertrag.

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Der Trainer ist weg, der neue Abwehrchef steht fest: Nach langen Spekulationen hat Real Madrid am Freitagabend die Verpflichtung von David Alaba vom FC Bayern München bekanntgegeben.

Der 28 Jahre alte österreichische Nationalspieler und sein Berater hatten sich mit dem deutschen Fussball-Rekordmeister nicht auf einen neuen Vertrag nach dem Ende seines Kontrakts am 30. Juni einigen können. Alaba wechselt ablösefrei zu Real und trifft auch Toni Kroos wieder, den es 2014 von München nach Madrid gezogen hatte. Am Donnerstag hatte Real den Abgang von Coach Zinedine Zidane verkündet.

Alabas Vertrag bei den in diesem Jahr in der Meisterschaft, im Pokal und in der Champions League gescheiterten Madrilenen gilt für fünf Jahre. Er soll nach der EM, bei der Alaba mit Österreich in der Gruppe C auf die Niederlande, Nordmazedonien und die Ukraine trifft, in der spanischen Hauptstadt vorgestellt werden.

Per Mini-Video hiessen die Spanier ihren neuen Innenverteidiger aber wenigstens schon mal willkommen. In einer Mitteilung auf der Vereins-Homepage liessen die Königlichen auch die zahlreichen Erfolge, die Alaba mit den Münchnern feierte, nicht unerwähnt. 28 Titel insgesamt, darunter zweimal die Champions League. Beim ersten Triumph 2013 war auch sein künftiger Kollege Kroos noch mit im Bayern-Dress dabei gewesen.

Seit Wochen klar, dass David Alaba den FC Bayern verlassen wird

Schon vor Wochen, als klar war, dass er nicht bei den Bayern bleiben würde, hatte Alaba betont, auch mit "einem weinenden Auge" zu gehen. Er freue sich aber gleichzeitig auf seine Zukunft. Seit langem wurde vor allem mit Real als kommendem Arbeitgeber für den 79-maligen Nationalspieler Österreichs spekuliert.

"Ich habe für mich beschlossen, dass ich noch einmal etwas Neues machen möchte, um einen weiteren Schritt nach vorne zu machen", hatte Alaba auch schon erklärt: "Um zu wachsen, muss man seine 'Komfortzone' verlassen - und ich setze dieses Wort bewusst in Anführungsstriche, weil es sonst falsch ausgelegt werden könnte: Beim FC Bayern sind die sportlichen Erwartungen immer extrem, von den Verantwortlichen, in der Kabine oder von einem selbst."

Bei Real dürften die Ansprüche alles sein, nur nicht geringer. Unter Zidane, der vor dem Ende seines Vertrags den Verein verliess, holte Madrid in der vergangenen Saison nicht einen Titel - erstmals seit elf Jahren. Stattdessen gewann auch noch Stadtrivale Atlético die spanische Meisterschaft. Spannend wird nun auch sein, wie Real mit der 35 Jahre alten Vereinsikone Sergio Ramos umgehen wird, dessen Platz Alaba einnehmen könnte.

Alaba war im Sommer 2008 von Austria Wien in die U19 des deutschen Rekordmeisters nach München gewechselt. Seit einer Ausleihe in der ersten Jahreshälfte 2011 zur TSG 1899 Hoffenheim spielte er bei den Münchner Profis und wurde einem der Top-Leistungsträger unter anderem bei den beiden Triple-Triumphen 2013 und 2020.  © dpa