Die SBB möchte sich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einstellen. Würden getrennte Waggons für Maskenbefürworter und -verweigerer dazu beitragen, die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wieder anzukurbeln?

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In den Zügen der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gilt für Reisende keine allgemeine Maskenpflicht. Daran scheiden sich die Geister: Ist das wirklich die richtige Herangehensweise, um die Coronavirus-Pandemie in den Griff zu bekommen? Die SBB erwägt einen Kompromiss.

SBB-Sprecher: "Den Puls der Bahnreisenden fühlen"

Wie unter anderem "blick.ch" berichtet, führe das Unternehmen seit vergangenem Mittwoch eine Umfrage durch, mit dreistelliger Zahl an SBB-Stammkunden. Man wolle herausfinden, ob Reisende seltener oder häufiger die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen würden, würden diese in Waggons für Maskenträger und Maskenverweigerer unterteilt werden.

"Die SBB möchte mit der Befragung den Puls der Bahnreisenden fühlen und allenfalls Massnahmen ableiten, um die Nachfrage im Schweizer ÖV, die ja um bis zu 90 Prozent gesunken ist, wieder erhöhen zu können", wird SBB-Sprecher Raffael Hirt zitiert.

Paradox ist: Den Ergebnissen einer Tamedia-Umfrage zufolge, die bereits Ende April veröffentlicht wurden, würden fast 70 Prozent der Befragten eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln begrüssen.

Wie allerdings die Eisenbahner-Gewerkschaft SEV gegenüber Blick TV zu verstehen gab, würden schätzungsweise lediglich fünf Prozent der Reisenden im Schweizer ÖV Mund und Nase bedecken. (cos)

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