• Von dramatischen Flutkatastrophen blieb die Schweiz weitestgehend verschont.
  • In den kommenden Tagen darf sich das ganze Land über Sonne freuen.
  • Experten warnen aber vor dem Baden in Seen und Flüssen.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Entspannt sich die Wetterlage in der Schweiz? Meteorologe Klaus Marquardt von "MeteoNews" blickt im Interview mit "blick.ch" positiv auf die kommenden Tage: "Mit der Situation der kommenden Woche haben wir den Jackpot gewonnen. Wir haben riesiges Glück gehabt."

Sonne und Wind vertreiben die Feuchtigkeit

Dank einer starken Bise und Sonne nimmt die Feuchtigkeit seit Sonntag (18. Juli) wieder ab. "An Hanglagen trocknet der Boden sogar gut ab, dass die Bauern heuen können", sagt Marquardt. Er prognostiziert für die kommenden Tage ideales Badewetter: "Wir haben am Nachmittag jeweils 25 bis 26 Grad, nicht zu heiss und nicht zu kalt. Nur wenn man direkt aus dem Wasser steigt, sorgt die Bise für eine etwas starke Abkühlung."

In Flüssen und Seen gilt jedoch nach wie vor Vorsicht, da die Pegelstände nur langsam zurückgehen. Laut Bundesamt für Umwelt könnte es noch mehrere Wochen dauern, bis die Wasserstände wieder im Normalbereich sind. Baden sollte man deshalb vorerst nur in Schwimmbädern.

Schweiz hatte Glück im Unglück

Bis Freitagabend (16. Juli) noch drohten in der ganzen Schweiz Dämme zu brechen und Flüsse wie die Aare, Reuss und Rhein ans Ufer überzutreten. Schuld daran waren Gewitter und heftige Niederschläge, die seit Dienstag (13. Juli) über das ganze Land fegten. In sämtlichen Gewässern stiegen die Pegelstände binnen 24 Stunden in den orangenen und roten Bereich an.

Überschwemmungen gab es folglich unter anderem im Neuenburgersee, im schaffhausischen Schleitheim, im Hagneckkanal zwischen dem Bielersee und der Aare und in Luzern. Die Schäden hielten sich aber weitgehend in Grenzen.

Die Hochwasserpegel sanken erst ab Sonntagabend ab. Schleitheim hat es in der vergangenen Woche am schlimmsten getroffen, verletzt wurde laut aktuellen Angaben aber niemand.  © 1&1 Mail & Media/spot on news