Die dritte Hitzewelle hat am Mittwoch die Schweiz erreicht. Die höchste Temperatur des Tages wurde mit 36,6 Grad in Genf gemessen. Am Donnerstag erwarten die Meteorologen teils noch höhere Temperaturen, lokal bis 37 Grad.

In der Westschweiz und im Zentralwallis dürfte es am heissesten werden, lokal könnten neue Rekorde erzielt werden, wie der private Wetterdienst Meteonews mitteilte.

Der Bund hatte für Regionen südlich der Alpen, im Wallis, in der Westschweiz und in der Region Basel eine Hitzewarnung der Stufe 3 von 4 herausgegeben. Die Tiefstwerte liegen nachts bei 17 bis 22 Grad. Auch die Luftfeuchtigkeit soll ansteigen, so dass die Tage zunehmend schwül werden.

Derweil steigt das Risiko für lebensbedrohende Akuterkrankungen wie Schlaganfälle während sommerlicher Hitzewellen vor allem durch Flüssigkeitsmangel. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) warnte am Mittwoch vor einem erhöhten Risiko vor allem für Ältere und für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Experten empfahlen, täglich mindestens 1,5 bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen und auf Alkohol zu verzichten. Ausserdem sei leichte Kost zu empfehlen, Joghurt, Obst und Gemüse, bevorzugt Fisch anstatt Fleisch.

Tote Fische im Rhein

Die Hitze macht sich zunehmend auch in der Natur bemerkbar. Im Rhein war sie für einige Fische zu viel: In den letzten Tagen wurden bei Schaffhausen erste tote Fische gefunden, vor allem Äschen und Forellen.

Die ausgebaggerten Kaltwasserbecken sorgten zwar kurzfristig für etwas Entlastung. In den letzten Tagen war der Hitzestress für einige Äschen und Forellen aber dennoch zu viel, wie die Fischereiverwaltung am Mittwoch mitteilte. Der Rhein bei Schaffhausen war gemäss jüngster Messung 24,9 Grad warm.

Für die Tiere im Zoo Zürich gibt es während der heissesten Tage Glace, und das für jeden Geschmack: Früchte, Nüsse, Gemüse, Körner sowie Fleisch und Fisch werden den Tieren gefroren serviert, wie der Zoo am Mittwoch mitteilte. Gorillas, Orang Utans, Gibbons, Tiger, Löwen, Brillenbären, Wölfe, Fischotter und Hyänen aber auch Pferde und Hausschweine dürfen sich über eine kühle Mahlzeit freuen.  © Keystone-SDA