Nach dem happigen Verlust im Startquartal ist die Swiss Re in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im gesamten ersten Halbjahr erzielte der zweitgrösste Rückversicherungskonzern der Welt einen Reingewinn von 157 Millionen US-Dollar.

Im Vorjahressemester hatte der Konzern noch einen Gewinn von 1 Milliarde Dollar eingefahren. Der Rückgang sei vor allem auf deutlich gesunkene Anlageergebnisse sowie auf Rückstellungen für den Ukrainekrieg im ersten Quartal zurückzuführen, teilte die Swiss Re am Freitag in einem Communiqué mit.

Zum Jahresstart hatten die Auswirkungen der Coronapandemie, die Talfahrt der Börsen und die Rückstellungen für den Ukraine-Krieg aufs Ergebnis gedrückt. Im ersten Quartal hatte der Konzern deshalb einen Verlust von 248 Millionen Dollar erlitten.

Immerhin stockte die Swiss Re die Rückstellungen für die Folgen des Ukraine-Kriegs, für die sie im ersten Quartal 283 Millionen Dollar auf die Seite gelegt hatte, nicht weiter auf. So gelang dem Konzern im zweiten Quartal ein Reingewinn von 405 Millionen Dollar.

Die Einnahmen legten leicht zu: Die verdienten Nettoprämien und Honorareinnahmen der Gruppe stiegen in den ersten sechs Monaten um 1,9 Prozent auf 21,2 Milliarden Dollar.

Sachversicherung mit Gewinneinbruch

Gestützt worden sei das Ergebnis durch die Ertragsstärke der Lebensrückversicherung (L&H Re) und dem Firmen-Erstversicherungsgeschäft Corporate Solutions sowie eine robuste Underwriting-Performance bei der Sachrückversicherung (P&C Re), sagte Konzernchef Christian Mumenthaler.

Im zweitgrössten Standbein, der Lebensrückversicherung (L&H Re), erzielte der Konzern wieder einen kleinen Gewinn von 2 Millionen Dollar nach einem Verlust von 139 Millionen im Vorjahressemester. Corporate Solutions (Corso) steuerte einen Gewinn von 220 Millionen bei. Das sind 42 Millionen weniger als vor einem Jahr.

In der grössten Sparte, der Sachrückversicherung (P&C Re) sank der Gewinn dagegen deutlich auf 316 Millionen Dollar nach 1,3 Milliarden vor einem Jahr. Der Schaden-Kosten-Satz verschlechterte sich auf 98,5 Prozent von 94,4 Prozent. Bei Werten von unter 100 Prozent ist das operative Geschäft profitabel.  © Keystone-SDA