Wirbel um Deutschlands Eishockey-Torhüter Thomas Greiss. Am Tag des Spiels gegen Dänemark bei der Eishockey-WM 2017 gerät der 31-Jährige durch fragwürdige Instagram-Likes in Erklärungsnot.

Der Deutschlandfunk berichtete als erstes über die Fotos, die Thomas Greiss mit seinem offiziellen Instagram-Account gelikt hatte.

"Like" für Foto mit Adolf Hitler

So gab der Top-Goalie des NHL-Teams New York Islanders einem Foto ein "Like", welches Adolf Hitler mit einer Anspielung auf Hillary Clinton zeigt.

"Nie verhaftet, nie verurteilt, und damit ebenso unschuldig wie Hillary", hiess es da.

Weitere von Greiss gelikte Instagram-Bilder zeigen Donald Trump als Perseus, der den abgeschlagenen Kopf der Medusa in die Höhe hält - die Medusa trägt dabei das Gesicht von Hillary Clinton.

"Waffen töten nicht, Clintons schon"

Ein anderes Foto zeigt den T-Shirt-Aufdruck: "Waffen töten nicht, Clintons schon."

Die "Bild-Zeitung" zitiert Alexander Morel, Pressesprecher des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), mit den Worten:

"Wir haben das Gespräch mit Thomas Greiss bezüglich seiner Instagram-Likes gesucht. Sein Verhalten in Bezug auf die vergangenen Instagram-Likes, die nun wieder entliked sind, hat für seine Position als Spieler der deutschen Nationalmannschaft keine Konsequenzen."

DOSB droht Greiss mit Olympia-Ausschluss

Das sieht man beim Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) allerdings anders. Greiss droht nun sogar der Ausschluss aus dem deutschen Olympia-Team.

"Wer so agiert oder kommuniziert, kann nicht Teammitglied in Pyeongchang sein", erklärte DOSB-Präsident Alfons Hörmann gegenüber dem SID.

Marco Sturm: "Interessiert mich nicht"

Bundestrainer Marco Sturm erklärte, davon nichts vom Social-Media-Verhalten seines Torhüters gewusst zu haben. "Ich habe von absolut nichts eine Ahnung. Alles, was nichts mit Eishockey zu tun hat, kann ich nicht kontrollieren."

Ohnehin will Sturm die Aktion Greiss' nicht überbewerten: "Ich stelle auch keine Fragen. Das interessiert mich auch nicht. Was ausserhalb des Eises passiert, ist jedem Spieler selbst überlassen." (mwo)