• Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga verlor der HSV gegen Darmstadt 1:2.
  • In dem Heimspiel der Norddeutschen hagelte es insgesamt vier Rote Karten.
  • Hannover gewann zu Hause 4:0 gegen Magdeburg.

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Aufstiegsfavorit Hamburger SV hat seine zweite Heimniederlage kassiert. Die Norddeutschen verloren am Freitagabend im Spitzenspiel der 2. Fussball-Bundesliga gegen den SV Darmstadt 98 mit 1:2 (0:2) und verlängerten damit ihre Negativserie gegen die Hessen. Auch im fünften Jahr Zweitklassigkeit gelang der Mannschaft von Trainer Tim Walter kein Heimsieg gegen die Darmstädter (3 Niederlagen, 2 Remis). Der Ex-HSVer Patric Pfeiffer (4. Minute) und Phillip Tietz (7.) sorgten in der Startphase für einen empfindlichen Doppelschlag gegen die Hamburger. Ransford Königsdörfer schaffte den späten Anschlusstreffer (87.). In der Partie gab es vier Rote Karten.

Die Darmstädter mussten zunächst auf Klaus Gjasula verzichten, weil er Gelb-Rot kassiert hatte (59.). Bei den Gastgebern flog Aaron Opoku nur acht Minuten nach seiner Einwechslung wegen eines Fusstritts gegen Fabian Holland (64.) mit Rot vom Platz. Auch Königsdörffer (89.) sah wegen einer Tätlichkeit Rot. Der protestierende HSV-Sportvorstand Jonas Boldt musste ebenfalls die Rote Karte hinnehmen und auf die Tribüne ausweichen.

Abwehr der Hamburger wurde sofort überrannt

Die zuvor starke Defensive der Hamburger mit dem sicheren Ex-Darmstädter Daniel Heuer Fernandes im Tor, der in vier Spielen erst ein Gegentor zugelassen hatte, wurde zu Beginn geradezu überfahren. Das schnelle Umschaltspiel der "Lilien", die die ballführenden Hamburger früh attackierten, stellte die Hausherren vor 43.943 Zuschauern vor grosse Probleme.

Die Gastgeber zogen ihren Ballbesitzfussball zwar auf, mussten aber gegen die gut positionierte und giftige Darmstädter Defensive zumeist in die Breite spielen und kamen seltener zu Torchancen. In der hektischen zweiten Halbzeit kamen die Norddeutschen über den Anschlusstreffer nicht hinaus.

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Hannover 96 hat seinen Aufwärtstrend in der 2. Fussball-Bundesliga unter grosser Mithilfe des 1. FC Magdeburg fortgesetzt. Beim glücklosen Aufsteiger setzten sich die Niedersachsen am Freitagabend unbeeindruckt vom Wirbel um Geschäftsführer Martin Kind nach einem schwungvollen Auftritt mit 4:0 (2:0) durch.

Maximilian Beier (14. Minute) und Luka Krajnc (44.) erzielten begünstigt von krassen Abwehrfehlern die ersten beiden Tore. Sei Muroya (56.) und Cedric Teuchert (90.+1) sorgten vor 23 908 Zuschauern zum Auftakt des fünften Spieltages für den Endstand. Die 96-Auswahl von Trainer Stefan Leitl verbesserte sich durch den zweiten Saisonsieg auf den achten Platz. Magdeburg hängt nach der dritten Heimniederlage auf Rang 16 fest.

In der zweiten Halbzeit hagelte es für die Hannoveraner drei Tore

FCM-Torwart Dominik Reimann hatte gerade hervorragend gegen Beier geklärt, da legten Andreas Müller und Silas Gnaka unfreiwillig wieder für den Hannover-Angreifer auf. Beim Kopfball-Tor von Krajnc machte dann Reimann eine unglückliche Figur mit einer halbherzigen Faustabwehr. In der zweiten Halbzeit drückte Magdeburg auf den Anschlusstreffer, da schloss Muroya einen sehenswerten Konter zur Entscheidung ab. Joker Teuchert legte in der Nachspielzeit noch nach. (dpa/cgo)