Bittere Nachrichten für den Hamburger SV: Der langjähriger Investor Klaus-Michael Kühne hat beschlossen, den Verein nicht länger finanziell zu unterstützen.

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Erst der Abstieg aus der Bundesliga und nun das: Der HSV kann sich nicht länger auf die Hilfe des langjährigen Investors Klaus-Michael Kühne verlassen.

"Ich werde den Verein nicht weiter fördern, weil mein Wunsch, meine Anteile langfristig aufstocken zu können, nicht respektiert wird", erklärte Kühne gegenüber der "Sport Bild". "Im Augenblick bin ich mal weg und nur noch Fan - das wird sich auch nicht kurzfristig ändern. Dieser Entschluss ist nachhaltig."

Kühne über Vorstand verärgert

Kühne hatte seit 2010 fast 100 Millionen Euro in den Verein gepumpt. Er hält 20,57 Prozent der Anteile. Die Vereinssatzung der Hamburger sieht eine Sperrklausel bei 24,9 Prozent vor. Diese hätte Kühne gerne aufgehoben, um weiter investieren zu können. Doch Vorstandchef Bernd Hoffmann hatte sich offenbar klar dagegen ausgesprochen. Das hatte Kühne offenbar verärgert: "Wir waren nah dran an einer Lösung und hatten sogar schon ein Papier entwickelt, doch dann hat er (Hoffman, Anm. d. Red.) sich klar dagegen positioniert", erklärte Kühne laut "Sport Bild".

Er wolle dem Verein Gutes tun und dafür sorgen, "dass er stärker wird. Aber ich kann nicht immer nur Geld geben, ohne dass es eine Gegenleistung dafür gibt."

Mit der Führungsriege des HSV in den vergangenen Jahren geht Kühne zudem hart ins Gericht: "Es gibt in jeder Branche Erfolgstypen. Beim HSV hat man diese in all den Jahren aber leider nicht gefunden. Die handelnden Personen sind meistens noch wichtiger als das Geld", befindet Kühne und zieht einen harten Schluss: "Es ist eine traurige, trostlose Entwicklung." (ska)

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