• Nach den Punktverlusten der Konkurrenz hat der 1. FC Nürnberg den Abstand auf die Aufstiegsplätze verkürzt.
  • Schalke überzeugt mit einem überzeugenden Auftritt gegen Ingolstadt.
  • Die Sonntagspartien im Überblick.

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Der 1. FC Nürnberg hat die Ausrutscher der Konkurrenten genutzt und sich im Aufstiegskampf der 2. Fussball-Bundesliga zurückgemeldet. Die Franken gewannen am Sonntag bei Hannover 96 mit 3:0 (1:0) und pirschten sich mit ihrem vierten Sieg hintereinander bis auf drei Zähler an das punktgleiche Führungstrio heran.

Die Tore für die Nürnberger erzielte Lukas Schleimer (26.), Tom Krauss (83.) und Erik Schuranow (87.). Hannover musste dagegen einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. Der Vorsprung zum Relegationsplatz, den Dynamo Dresden belegt, beträgt nach der zweiten Niederlage in Folge noch vier Punkte.

Nürnberg kaufte 96 mit einer starken Zweikampfführung von Beginn an den Scheid ab. Das Team von Trainer Robert Klauss liess hinten kaum etwas zu und schlug vorne bei einem Konter eiskalt zu. Der Treffer zum 1:0 bedeutete für Schleimer sein erstes Profitor. Kurz vor der Pause traf der Offensivmann nach einer Flanke von Tim Handwerker per Kopf die Latte.

Im zweiten Abschnitt war Nürnberg dem zweiten Tor näher als der Gastgeber dem Ausgleich. Der Kasten von FCN-Torhüter Christian Mathenia geriet bis in die Schlussphase kaum in Gefahr. Es dauerte aber bis zur 83. Minute, ehe Krauss und Schuranow alles klarmachten.

Noch ohne Interimscoach Büskens: Schalke meldet sich zurück

Nach dem Rauswurf von Trainer Dimitrios Grammozis hat Schalke 04 die Gunst der Stunde genutzt und sich im Aufstiegsrennen der 2. Fussball-Bundesliga zurückgemeldet. Beim abgeschlagenen Tabellenletzten FC Ingolstadt siegten die Königsblauen noch ohne ihren mit Corona infizierten Interimscoach Mike Büskens 3:0 (0:0). Der Rückstand auf die Aufstiegsplätze und den Relegationsrang schrumpfte acht Spieltage vor Schluss auf vier Punkte.

Der eingewechselte Rodrigo Zalazar (55.), Abwehrspieler Malick Thiaw (71.) und Dominick Drexler (81.) erzielten die Tore für die Gelsenkirchener, die damit Kapital aus den Ausrutschern der Konkurrenz schlugen: Am Freitag und Samstag hatten Darmstadt 98, der FC St. Pauli und Werder Bremen ihre Spiele nicht gewonnen. Büskens, der am Montag die Nachfolge von Grammozis angetreten hatte, verfolgte das Spiel aus der häuslichen Quarantäne, ihn vertrat Co-Trainer Matthias Kreutzer.

Büskens war nicht der Einzige, der wegen Corona fehlte. Auch beim Kapitän Danny Latza bestätigte sich der Verdacht auf eine Infektion. Ausserdem standen die verletzten Salif Sane und Thomas Ouwejan nicht zur Verfügung.

Der Bundesliga-Absteiger bestimmte zunächst das Spiel, weil sich Ingolstadt komplett in die eigene Hälfte zurückzog. Doch mehr als ein Kopfball von Simon Terodde an die Latte (11.) sprang für den Favoriten nicht heraus. Gegen die geballte Defensive der Schanzer fehlten die Ideen.

Drei Minuten nach seiner Einwechslung traf Zalazar im Nachschuss, nachdem ein Versuch von Terodde abgeblockt worden war. Thiaw, unter Grammozis zuletzt nur zweite Wahl, sorgte für die Entscheidung, Drexler setzte den Schlusspunkt. Die Vorarbeit kam jeweils von Zalazar.

Regensburg erneut sieglos: Remis in Karlsruhe

Jahn Regensburg hat seinen Absturz in der 2. Fussball-Bundesliga auch am 26. Spieltag nicht nachhaltig gestoppt. Die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic kam am Sonntag beim Tabellennachbarn Karlsruher SC über ein 1:1 (1:0) nicht hinaus, in der Liga ist der Jahn nun schon siebenmal in Serie ohne Sieg. Jan-Niklas Beste (31.) brachte Regensburg in Führung, Philipp Hofmann (70.) glich für den KSC aus.

Regensburg liegt im Tabellenmittelfeld weiter hinter Karlsruhe, noch sechs Zähler trennen den Klub von der Abstiegszone - in der Hinrunde schien der Jahn völlig andere Ziele anpeilen zu können. Regensburg war stark in die Saison gestartet und hielt sich bis Ende November im Bereich der Aufstiegsplätze. Seither gelang in elf Spielen aber nur noch ein Sieg, achtmal verlor Regensburg in dieser Zeit.

Am Sonntag stand Regensburg in der ersten Hälfte sicher und war nach vorne effektiv, Beste traf mit einem Heber eiskalt zur Führung. Nach der Pause war der KSC allerdings gefährlicher. Ein Treffer Marvin Wanitzeks (49.) wurde wegen eines vorangegangenen Handspiels nicht gegeben, wenig später wurde sein Freistoss an die Latte gelenkt (57.). Hofmann traf dann nach einer Ecke per Kopf.  © AFP