• Der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga bleibt spannend.
  • Der FC St. Pauli hat seine Konkurrenten aus dem Norden, Bremen und Hamburg, mit einem Sieg unter Druck gesetzt.
  • Gepatzt hat hingegen Absteiger Schalke 04.

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Der FC St. Pauli hat im Aufstiegskampf der 2. Fussball-Bundesliga die Konkurrenten unter Druck gesetzt und vorübergehend wieder die Tabellenführung übernommen. Einen Tag vor dem Duell des Tabellenzweiten Werder Bremen mit dem Tabellendritten Hamburger SV gelang St. Pauli am Samstag ein 3:1 (2:1)-Erfolg bei Schlusslicht FC Ingolstadt. Es war eine überzeugende Reaktion auf das jüngste 0:3 gegen Hannover 96 und zugleich eine gelungene Einstimmung auf das DFB-Pokal-Viertelfinale am kommenden Dienstag beim Bundesligisten Union Berlin.

Für die Ingolstädter dagegen ist die Heimschlappe ein harter Wirkungstreffer im Kampf um den Klassenverbleib. Die direkte Rückkehr in die 3. Liga rückt für den Tabellenletzten näher.

St. Pauli war vor 5.511 Zuschauern überlegen und nach den Toren von Freistoss-Kunstschütze Daniel-Kofi Kyereh (22. Minute), Torjäger Guido Burgstaller (37.) und Simon Makienok (55.), der zudem einen Kopfball an den Pfosten setzte (61.), der verdiente Sieger. Die Gastgeber glichen durch Angreifer Dennis Eckert Ayensa (34.) zum 1:1 aus.

Schalke patzt beim KSC - ohne Gazprom-Schriftzug

Der ebenfalls zu den Aufstiegsfavoriten zählende FC Schalke 04 kam dagegen nur zu einem 1:1 (1:1) beim Karlsruher SC. Die Gelsenkirchener, die wie angekündigt ohne den Schriftzug ihres umstrittenen russischen Sponsors Gazprom auf den Trikots aufliefen, gingen durch den 16. Saisontreffer von Stürmer Simon Terodde in Führung (27. Minute). Kyoung-Rok Choi (34.) glich für den KSC vor 15 000 Zuschauern aus.

Die Gäste, die im Mittelfeld erneut mit dem von Zenit St. Petersburg ausgeliehenen Jarloslaw Michailow begannen, setzten Karlsruhe zunächst unter Druck. Doch die Gastgeber fingen sich schnell, wodurch sich eine ausgeglichene Partie auf hohem Zweitliga-Niveau entwickelte. Nachdem Terodde per Kopf zum 0:1 getroffen hatte, glich Choi ebenfalls aus wenigen Metern aus. Kurz zuvor hatte KSC-Torjäger Philipp Hofmann aus kurzer Distanz den rechten Pfosten getroffen (30.).

Nürnberg wieder an den Aufstiegsplätzen dran

Im dritten Samstagsspiel verkürzte der 1. FC Nürnberg durch ein 2:0 (1:0) beim Tabellen-15. Hansa Rostock den Abstand auf die Aufstiegszone auf zwei Punkte. In der kommenden Woche haben die Franken gegen den Hamburger SV die Chance, gegen einen direkten Konkurrenten ihre Situation weiter zu verbessern.

In Rostock brachte Pascal Köpke (34.) mit seinem zweiten Saisontreffer die Gäste vor 10.000 Zuschauern in Führung. Taylan Duman (63.) sorgte am Samstag für die Entscheidung. Beide Spieler hatten auch schon beim 2:0 gegen den Jahn Regensburg eine Woche zuvor die Treffer erzielt.

Duman war auch am Führungstor von Köpke entscheidend beteiligt. Er war mit einem an ihn selbst verursachten Foulelfmeter an Hansa-Torwart Markus Kolke gescheitert. Köpke reagierte am schnellsten und drückte per Kopf den zurückspringenden Ball ins Tor. (dpa/sap)  © dpa