Bastian Schweinsteiger: Die Karriere der Fussball-Legende in Bildern

17 Jahre lang spielte Bastian Schweinsteiger im Profi-Fussball: Zuerst beim FC Bayern München, später dann bei Manchester United in der Premier League und zum Schluss führte ihn sein Weg in die USA zu Chicago Fire. Unvergessen bleibt auch seine Zeit in der deutschen Nationalmannschaft, mit der er bei der WM 2014 den Weltmeistertitel holte. Ein Blick zurück auf Schweinsteigers grösste Erfolge. © spot on news

Bastian Schweinsteiger wurde am 1. August 1984 im Landkreis Rosenheim geboren. Schon mit drei Jahren fing er an, Fussball beim FV Oberaudorf zu spielen. Über den TSV 1860 Rosenheim kam er schliesslich in die Jugendabteilung des FC Bayern München, in der Saison 2001/02 schaffte er den Sprung zu den Amateuren.
Im November 2002 stieg er dann bei den Profis ein: Sein Debüt feierte er im Champions-League-Spiel gegen den RC Lens (3:3), seine Premiere in der Bundesliga feierte er im Dezember. In dieser Saison jubelte er zusammen mit Teamkollege Markus Feulner (l.) auch über den Meistertitel.
Im April 2008 trug Schweinsteiger im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart das erste Mal kurzzeitig die Kapitänsbinde des FC Bayern. Die Saison 2010/11 bestritt Schweinsteiger als wichtiger Spielgestalter der Mannschaft. So sorgte er im DFB-Pokal für den Einzug ins Achtelfinale, als er beim Sieg gegen Werder Bremen (2:1) beide Tore schoss (Bild).
Die Saison 2011/2012 war für Schweinsteiger durchwachsen. Zweimal fiel er wegen Verletzungen lange aus. Nach seinem Comeback erzielte er dann im April 2012 den entscheidenden Elfmeter im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Doch auf die Euphorie folgte das "Drama Dahoam": Beim Finale, das ausgerechnet in der heimischen Allianz Arena stattfand, schoss Schweinsteiger beim Elfmeterschiessen an den Pfosten (Bild) – und der FC Chelsea gewann in der Königsklasse.
Ein Jahr danach war (fast) alles vergessen: 2013 sicherte sich Schweinsteiger mit dem FC Bayern nicht nur das legendäre Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokalsieg und Champions-League-Titel (Foto) - er wurde 2013 wegen seiner starken Saisonleistung auch zu Deutschlands "Fussballer des Jahres" gewählt.
Am 23. Mai 2015 bestritt er sein 500. und letztes Pflichtspiel für den FC Bayern. Dabei schoss er sein 45. Bundesliga-Tor und gewann mit mit den Münchnern 2:0 gegen den 1. FSV Mainz 05. Mit den Münchnern wurde Schweinsteiger achtmal Deutscher Meister, siebenmal Pokal- und einmal Champions-League-Sieger.
Im Juli 2015 wurde sein Wechsel zu Manchester United bekannt gegeben. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 bei den "Red Devils" und erzielte sein erstes Tor in der Premier League gegen Leicester City am 28. November 2018. Das Gastspiel in England war allerdings ein kurzes.
Neu-Trainer José Mourinho versetzte Schweinsteiger im August 2016 in die Reservemannschaft. Er trainierte zunächst mit dem Nachwuchs, bis er im November wieder ins Training der ersten Mannschaft einstieg. Zur Winterpause verliess er Manchester United schliesslich und wechselte in die US-amerikanische Major League Soccer (MLS).
Ab März 2017 trug Schweinsteiger das Trikot von Chicago Fire. Am 1. April 2017 gab er sein erstes Spiel gegen Montreal Impact, das mit 2:2 endete. Chicago Fire beendete mit dem deutschen Kicker die Regular Season 2017 auf dem dritten Platz.
Auch für die Spieljahre 2018 und 2019 unterschrieb Schweinsteiger jeweils einen neuen Vertrag bei Chicago Fire. Im Jahr 2018 konnte sich die Mannschaft jedoch nicht für die Play-offs qualifizieren. Bastian Schweinsteiger absolvierte in den USA insgesamt 90 Spiele und erzielte acht Tore, bis er im Oktober 2019 seinen Rücktritt bekannt gab.
Besonders im Gedächtnis bleibt seine Zeit in der deutschen Nationalmannschaft: Im Jahr 2001 trat Schweinsteiger in die U18-Nationalmannschaft ein (Bild). Sein erstes A-Länderspiel absolvierte er dann im Juni 2004. Bei der Weltmeisterschaft 2006 schoss er im Spiel um Platz drei zwei Tore und bereitete den dritten Treffer beim 3:1-Sieg gegen Portugal vor. Danach wurde er als "Man of the Match" ausgezeichnet.
Auch bei der Europameisterschaft 2008 war er im Viertelfinale wieder an allen Treffern gegen Portugal beteiligt (Bild). Genauso wie im Jahr 2006 wurde er "Man of the Match". Für die Weltmeisterschaft 2010 wurde er zum stellvertretenden Kapitän der Nationalmannschaft hinter Philipp Lahm ernannt.
Den grössten Triumph feierte er aber bei der WM 2014 in Brasilien: Am 13. Juli wurde Deutschland nach dem 1:0-Sieg gegen Argentinien Fussball-Weltmeister. Unvergessen: Schweinsteigers Verletzung während des Spiels. Er erlitt nach einigen harten Attacken eine Platzwunde im Gesicht, lief jedoch blutüberströmt weiter über den Rasen. Eine Auswechslung schien für ihn keine Option.
Im September 2014 wurde Schweinsteiger Mannschaftskapitän. Noch zwei Jahre blieb er dem DFB-Team treu und bestritt mit ihm die EM 2016, bei der es Deutschland ins Halbfinale schaffte. Am 29. Juli 2016 trat Schweinsteiger als Nationalspieler zurück.
Ähnlich erfolgreich wie in seiner Fussballkarriere lief es bisher auch in Schweinsteigers Privatleben: Sieben Jahre lang war er mit dem Model Sarah Brandner zusammen. Im September 2014 wurde die Trennung der beiden bekannt, doch eine neue Liebe liess nicht lange auf sich warten.
Im Februar 2015 wurde Schweinsteigers Beziehung zur serbischen Tennisspielerin Ana Ivanović publik. Das Paar heiratete im Juli 2016 in Venedig.
Sein privates Glück mit Ana Ivanović hat sich im März 2018 und im August 2019 vervielfacht: Schweinsteiger wurde Vater von zwei Söhnen.
Am 8. Oktober 2019 hat der 35-jährige Bastian Schweinsteiger einen Schlussstrich unter seine Fussballkariere gesetzt. "Nun ist die Zeit gekommen: Ich werde meine aktive Karriere zum Ende dieser Saison beenden“, verkündete er auf Instagram. "Mein Abschied als aktiver Spieler stimmt mich ein bisschen wehmütig, aber ich freue mich auch auf die spannenden Aufgaben, die mich bald erwarten. Dem Fussball werde ich treu bleiben."