Berlin (dpa) - Hannover-96-Präsident Martin Kind hat die Grundsatz-Entscheidung der Deutschen Fussball Liga zur Reform der 50+1-Regel begrüsst.

"Es geht uns um die Situation von 96 in der regionalen Verbundenheit. Ich unterstütze die DFL-Entscheidung in vollem Umfang und lade alle Clubs zum konstruktiven Mitmachen ein", sagte der Chef des niedersächsischen Fussball-Bundesligisten der "Bild". Nach Informationen der Zeitung wollen 12 der 18 Erstligaclubs die 50+1-Regelung lockern.

Diese Regel gibt es nur im deutschen Profifussball. Sie begrenzt den Einfluss externer Investoren bei einem Club, weil Stammvereine nach einer Ausgliederung der Profi-Abteilungen weiter die Mehrheit der Stimmanteile in einer Kapitalgesellschaft besitzen müssen.

Der deutsche Profifussball steht nun womöglich vor einschneidenden Veränderungen. Denn 96-Boss Kind hatte am Montag seinen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel und damit auf den Erwerb der Mehrheitsanteile an seinem Club überraschend ruhen lassen. Der Hörgeräte-Unternehmer machte damit den Weg für eine Grundsatzdebatte innerhalb der Bundesliga frei.

Hannover 96 will sich an diesem Dienstag (12.00 Uhr) auf einer Pressekonferenz zu der aktuellen Entwicklung äussern.  © dpa