Borussia Dortmund will mit Peter Stöger zurück zu alter Stärke finden. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat mit dessen Vorgänger Peter Bosz aber offenbar noch nicht ganz abgeschlossen - und tritt gegen die Spielweise des Niederländers nach.

Selbst in der Anfangsphase der Saison, als Borussia Dortmund von Sieg zu Sieg marschierte, war Hans-Joachim Watzke mit der Spielweise von Trainer Peter Bosz offenbar nicht einverstanden. Das offenbarte der BVB-Boss nun im "19:09!"-Talk.

Watzke: "Das war immer fragil"

"Während wir gewonnen haben, habe ich nie ein sicheres Gefühl gehabt. Das war immer fragil. Jetzt habe ich den Eindruck, dass alle erkannt haben, dass das nicht so weitergeht. Du musst konstruktiv und zusammen arbeiten und das werden wir jetzt", sagte Watzke.

Dass der BVB-Boss selbst in der erfolglosen Zeit mit Bosz ins Kreuzfeuer der Kritik geriet, will er nicht auf sich sitzen lassen. "Wenn wir mit Bosz vielleicht daneben gelegen haben, okay. Dafür kann man uns kritisieren. Aber so ein Shitstorm?", lamentiert er.

BVB-Boss kritisiert auch Spieler

Aber nicht nur mit Bosz und der Kritik von aussen war Watzke unzufrieden. Auch die Einstellung vieler Spieler moniert er.

Einige waren offenbar nicht von Bosz' Spielidee überzeugt, glaubt Watzke und vermutet: "Vielleicht haben sie es am Ende auch deshalb nicht mehr mit letzter Inbrunst gemacht. Ich mag die Spieler, aber da bin ich deutlich geworden. Ich habe jetzt den Eindruck, dass alle verstanden haben, dass es so nicht weiter geht."

Peter Stögers Sprachvorteil

Mit Neu-Trainer Peter Stöger soll nun alles besser werden. Und das fängt schon bei der Kommunikation an.

"Wenn du da Deutsch sprichst, und Peter (Stöger, Anm. d. Red.) tut das ja abgewandelt, dann hilft das. Die Spieler meinten, das wäre so ähnlich wie Bayerisch", erklärt Watzke. (ska)

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