Pierre-Emerick Aubameyang hat mit einem Interview nach dem 4:3-Sieg des BVB gegen Werder Bremen Verwirrung gestiftet. Es kam zu einer kuriosen Situation mit seinem Übersetzer. Ein Treuebekenntnis vermied der Torschützenkönig.

Mit 31 Toren ist Pierre-Emerick Aubameyang nicht nur der Top-Torjäger des BVB, sondern auch der Torschützenkönig der Bundesliga.

Es liegt auf der Hand, wie schwer ein Abgang des Gabuners nach dieser Spielzeit für Borussia Dortmund wiegen würde.

Bayern-Kapitän beendet Karriere mit Sieg - und Bierduschen.

Im Interview mit Sky-Moderator Sebastian Hellmann sorgte Aubameyang bei diesem Thema nun für Verwirrung - insbesondere bei seinem Übersetzer Massimo Mariotti.

Als Hellmann fragte, ob Aubameyang beim BVB bleiben werde, sagte Aubameyang auf Italienisch zu Mariotti: "Ich weiss es noch nicht, das werden wir im Laufe der Woche sehen."

Der Übersetzer reagierte sichtlich überrascht, fragte beim BVB-Stürmer nach, ob er das wirklich sagen solle. Immerhin stehe am kommenden Samstag noch das Pokal-Finale an. Aubameyang reagierte trocken: "Sag, was Du willst ..."

Mariotti antwortete für Aubameyang dann diplomatisch ins Mikrofon: "Wir haben noch ein Spiel. Ich werde nächste Woche mit dem Klub sprechen und dann entscheiden."

Später äusserte sich Aubameyang dann gegenüber den Journalisten der "Bild"-Zeitung und sagte: "Es ist noch nichts entschieden. Wir haben vereinbart, dass wir uns nach dem Pokalspiel zusammensetzen und gucken, wie es weitergeht."

Zukunft von Thomas Tuchel als BVB-Trainer weiter ungeklärt

Genauso offen wie die BVB-Zukunft Aubameyangs ist der Verbleib des Trainers. Die Umarmung von Thomas Tuchel mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, die sich kurz nach dem Schlusspfiff auf dem Platz über den Weg liefen, fiel kurz und sachlich aus und konnte kaum als erstes Zeichen einer Entspannung im schwierigen Verhältnis der beiden Alpha-Tiere gewertet werden.

Zumindest was das rein Sportliche betrifft, hat Tuchel fast alle Argumente auf seiner Seite. Schliesslich schaffte sein Team die als wichtigstes Saisonziel ausgerufene Königsklassen-Teilnahme. "Das Champions-League-Ticket zu lösen, war ein hohes Ziel. Es war nicht immer einfach. Es waren extrem viele Themen, die es sehr anspruchsvoll gemacht haben", sagte der Coach. Stolz fügte er an: "In allen Spielen, die auf des Messers Schneide waren, haben die Jungs immer geliefert."

Doch selbst bei einem Sieg im Pokalfinale könnten Tuchels Tage in Dortmund gezählt sein. Gleichwohl bekannte sich der Coach trotz aller Differenzen zum BVB. Auf die Frage, ob er gern bleiben wolle, reagierte der Fussball-Lehrer mit einem Lächeln: "Das steht ausser Frage." (tfr/dpa)