Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt muss nach seinem verbalen Aussetzer gegen 1899 Hoffenheim zwei Spiele von der Tribüne aus verfolgen. Freiburg-Coach Christian Streich springt seinem Kollegen zur Seite und kritisiert, dass Trainer in der Bundesliga vorgeführt werden. Hat er recht?

Roger Schmidt ist nach seinem verbalen Aussetzer im Spiel gegen 1899 Hoffenheim mit einer glimpflichen Strafe davongekommen - er muss lediglich zwei Pflichtspiele von der Tribüne aus verfolgen und 15.000 Euro Geldstrafe zahlen.

Streich verteidigt Schmidt und greift Medien an Ist die Strafe für den Bayer-Coach berechtigt? Oder hat Streich mit seiner Medienschelte recht?
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    Die Strafe für Schmidt ist berechtigt - Beleidigungen sind nicht in Ordnung
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    Eine Ermahnung hätte gereicht - Emotionen gehören zum Fussball dazu
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    Streich hat recht: Die Strafe ist ein Witz - die Trainer werden in der Liga vorgeführt

Schmidt war beim 0:3 gegen Hoffenheim in der 51. Minute von Schiedsrichter Bastian Dankert auf die Tribüne geschickt worden, weil er gegenüber seinem Trainerkollegen Julian Nagelsmann ausfällig geworden war. Schmidt hatte Nagelsmann als "Spinner" beschimpft und ihm wütend zugerufen: "Halt doch einfach die Schnauze!".

Freiburg-Trainer Christian Streich nahm Schmidt am Montag in Schutz. "Warum werden wir vorgeführt, in einer Situation, in der wir unter totaler Anspannung sind?", fragte der SC-Trainer bei einer Pressekonferenz. Es war ihm ein persönliches Anliegen, sich zum Fall Schmidt und auch grundsätzlich zur "Überwachung" durch Fernsehmikrofone am Spielfeldrand zu äussern.

Schmidt sei zwar "kein Kind von Traurigkeit", aber das seien weder er selbst noch die meisten anderen Kollegen, sagte Streich. Dass Schmidt nun "wie eine Sau durchs Dorf getrieben wird", empfindet der SC-Trainer als unverhältnismässig.

Was meinen Sie: Ist die Strafe für Roger Schmidt berechtigt? Oder schadet es dem Fussball, dass Trainer für solch emotionale Ausbrüche so schnell aus dem Verkehr gezogen werden? Und hat Streich recht, dass die Trainer in der Bundesliga vorgeführt werden? Stimmen Sie ab und schreiben Sie uns in den Kommentaren Ihre Meinung.

(dpa/tfr)