Letzter Tag für die Bayern-Spieler im Winter-Trainingslager in Katar. Während die Profis schwitzen, spricht der Sportdirektor. Zum Bundesliga-Rückrundenauftakt muss der FCB auf zwei Leistungsträger verzichten. Aktuelle News zum FC Bayern.

Mehr Fussballthemen finden Sie hier

Und täglich grüsst Franck Ribéry: Während der Gold-Steak-Affäre verging kein Tag, an dem nicht über den Franzosen berichtet wurde. Nun steht der Bundesliga-Profi wieder im Fokus. Allerdings aus gesundheitlichen Gründen.

Wie der FC Bayern am Donnerstag bei Twitter meldete, zog sich Ribéry am Mittwochabend in einem internen Testspiel im Winter-Trainingslager in Doha einen Muskelfaserriss zu.

Der 35-Jährige wird voraussichtlich rund eine Woche ausfallen, und damit den Rückrundenauftakt bei 1899 Hoffenheim (18. Januar, 20:30 Uhr) verpassen.

Auch Robben fehlt gegen Hoffenheim

Ribéry ist nicht der einzige Bayern-Akteur, der das Geheimtraining am Mittwoch verpasste.

Mittelfeldspieler Corentin Tolisso befindet sich nach einem Kreuzbandriss noch im Aufbautraining. Und auch Oldie Arjen Robben, der im Sommer den deutschen Rekordmeister verlässt, tritt wegen einer Oberschenkelreizung kürzer. Er wird dem FCB in Hoffenheim fehlen, sagte der 34-Jährige gegenüber Sky.

"Die ganze Woche war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Für Hoffenheim wird es nicht reichen. Ich muss von Tag zu Tag schauen."

Rafinha im Sommer nach Brasilien

Neben Robben wird auch Aussenverteidiger Rafinha die Bayern im Sommer definitiv verlassen. Das gab der Brasilianer bereits Ende Dezember bekannt. Nun ist auch klar, wo seine Reise hingeht.

Rafinha kündigte gegenüber Sky einen Wechsel zu Flamengo Rio de Janeiro an. "Ich habe mich mit den Verantwortlichen getroffen und wir stehen vor einer Einigung für Sommer. Es fehlen nur Details und ich hoffe, dass wir bald Vollzug melden können. Flamengo ist meine erste Option", so der 33-Jährige.

Ramsey wechselt zu Juventus Turin

Arsenals Aaron Ramsey wurde bei den Bayern heiss gehandelt, sollte laut verschiedener Medienberichte Teil des Sommer-Umbruchs werden. Doch daraus wird nichts. Der Waliser schliesst sich dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin an, twitterte der italienische Journalist Fabrizio Romano am Mittwoch.

In Turin trifft Ramsey auf Weltstar Cristiano Ronaldo.

Interesse an Paris' Rabiot

Adrien Rabiot von Paris Saint-Germain stand vor einem Wechsel zum FC Barcelona - in der Fussball-Welt ein offenes Geheimnis. Doch jetzt könnte alles anders kommen. Denn auch die Bayern sind an dem 23-jährigen Mittelfeldspieler interessiert, und wollen den Franzosen entweder noch in diesem Winter nach München holen oder ablösefrei im Sommer.

Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegenüber der "Bild" zu Rabiot: "Wir müssen die Augen und Ohren offen halten, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Rabiot ist ein interessanter Spieler."

Rabiot möchte den Klub von Trainer Thomas Tuchel möglichst schnell verlassen. Weil der Franzose seinen auslaufenden Vertrag in Paris nicht verlängern möchte, wurde er von der Vereinsführung bestraft: Er muss für unbestimmte Zeit auf der Bank Platz nehmen.

Salihamidzic: Bei James abwarten

Eine Personalie ist aber dagegen unter Dach und Fach: Freudig verkündete Salihamidzic am Mittwoch den Wechsel von Frankreichs Weltmeister Benjamin Pavard vom Ligakonkurrenten Stuttgart zum FCB. Auch zur Transfer-Lage von Wunschspieler Callum Hudson-Odoi äusserte er sich. Das 18-jährige Nachwuchs-Talent wolle man "unbedingt" verpflichten.

Bei Bayerns Leihspieler James Rodriguez stellt sich die derzeitige Situation aber schwieriger dar, erklärte Salihamidzic: "Wir führen viele Gespräche. Er muss sich wohlfühlen, um die Top-Leistung zu bringen. Wir tun alles dafür. Ich weiss, wie wichtig er für uns sein kann", sagte Salihamidzic.

"Wir haben Zeit, uns zu entscheiden und können Spiele abwarten."

Die Bayern haben James von Champions-League-Sieger Real Madrid noch bis zum Sommer ausgeliehen und besitzen eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro.

Keine Abgänge im Winter geplant

Das Winter-Transferfenster schliesst in der Bundesliga am 31. Januar um 18:00 Uhr. Während Spieler wie Hudson-Odoi noch zum Bayern-Kader stossen sollen, seien nach Salihamidzic' Aussage aber keine Abgänge geplant. "Wir denken überhaupt nicht daran im Moment", so der Sportdirektor.

Für die Bayern geht es am Donnerstag von Doha zurück nach München. Am Sonntag stehen dann die ersten und gleichzeitig letzten Testspiele vor dem Bundesliga-Spiel bei Hoffenheim an.

Jadon Sancho prophezeit Callum Hudson-Odoi glänzende Zukunft

Wenn der FC Bayern München angeblich bereit ist, für einen 18-jährigen Spieler 46 Millionen Euro Ablösesumme zu bezahlen, dann handelt es sich um eine aussergewöhnliche Begabung. Callum Hudson-Odoi soll vom FC Chelsea kommen. Sein früherer Mitspieler Jadon Sancho hat in der Bundesliga bereits Fuss gefasst und begeistert Borussia Dortmunds Fans. Von Hudson-Odoi weiss er nur Gutes zu berichten. © DAZN