Uli Hoeness findet deutliche Worte für Matthias Sammer. Der ehemalige Sportvorstand des FC Bayern hatte am Mittwoch in einem Interview ein Plädoyer für Thomas Müller gehalten - sehr zum Missfallen des Bayern-Präsidenten.

Klare Ansage von Uli Hoeness in Richtung Matthias Sammer. Nachdem der Ex-Sportvorstand unlängst in einem Eurosport-Interview Werbung für Thomas Müller gemacht hatte, folgte nun der Konter des Bayern-Präsidenten.

"Ich habe das nicht gelesen. Aber ich würde dem Matthias dringend raten, in seinem neuen Job relativ wenig über Bayern zu reden", machte der 65-Jährige in der "Bild"-Zeitung deutlich.

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Hoeness sei überzeugt, dass Sammer gar nichts gegen Bayern habe. "Aber dass er für das Geld, das er jetzt verdient, immer wieder provokative Fragen zum FC Bayern kriegen wird, aus denen er sich nicht immer herauswinden kann. Und das führt dann zu solchen Geschichten wie gestern. Und wenn er gut beraten ist, wird er in Zukunft über den FC Bayern wenig reden", sagte Hoeness weiter.

Sammer-Plädoyer für Thomas Müller

Am Mittwoch hatte Sammer, der zwischen 2012 und 2016 Sportvorstand beim Rekordmeister war, auch als Reaktion auf die Verpflichtung von James Rodriguez ein Plädoyer für Müller gehalten.

"Für mich ist Thomas Müller - mit dem ein oder anderen Spieler auch - die Seele und die Zukunft des FC Bayern. Und das sollte auch der Club verstehen", sagte Sammer im Eurosport-Interview.

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Für den TV-Sender, der in der neuen Saison 40 Bundesligaspiele übertragen wird, fungiert der 49-Jährige als Experte.

Nach Ansicht Sammers müssten Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Hoeness vereinsintern auf die Wichtigkeit eines Typen wie Müller einwirken. "Das ist eine ganz wichtige Aufgabe der beiden Führungspersönlichkeiten des Clubs", erklärte Sammer im Interview.

Bei James sieht Sammer "eine gewisse Eingeschränktheit" in der Positionierung auf dem Spielfeld. "Er kann nicht über die Seiten spielen, da fehlt ihm das Tempo", urteilte der ehemalige Nationalspieler. (tfr)

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