• Der schwelende Zoff zwischen FC Barcelona und dem FC Bayern spitzt sich weiter zu.
  • Nun hat Barca-Boss Joan Laporta mit scharfen Worten auf die Kritik von Julian Nagelsmann reagiert.
  • Der Bayerntrainer solle sich "um die eigenen Dinge kümmern".

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Der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, hat mit scharfen Worten kritische Kommentare von Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zur Einkaufspolitik des finanziell angeschlagenen spanischen Fussballclubs gekontert. "Jeder soll sich um die eigenen Dinge kümmern", sagte Laporta.

Er meinte, die kritischen Anmerkungen hätten mit "Ahnungslosigkeit", wohl aber auch mit der Sorge vor der wiedererstarkten Konkurrenz zu tun. "Barça ist wieder da!", beteuerte Laporta vor Journalisten.

Nagelsmann hatte vor einer guten Woche seine Verwunderung darüber geäussert, dass der mit 1,35 Milliarden Euro verschuldete Verein sich in diesem Sommer mit teuren Stars wie dem von den Bayern losgeeisten Weltfussballer Robert Lewandowski oder dem Brasilianer Raphinha von Leeds United verstärken konnte.

"Es ist nicht nur Lewy, sie kaufen viele Spieler - ich weiss nicht, wie. Es ist der einzige Club in der Welt, der kein Geld hat, aber jeden Spieler kauft, den er will. Es ist irgendwie komisch, irgendwie verrückt", sagte Nagelsmann.

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Weltfussballer Robert Lewandowski ist in Florida offiziell als neuer Spieler des FC Barcelona vorgestellt worden und hat dabei seinen Hunger auf neue Erfolge betont. "Das ist eine neue Herausforderung, und ich bin noch immer hungrig", sagte der Torjäger, der während der US-Tour zu seinem neuen Team stiess.

Laporta wirft Nagelsmann "Ahnungslosigkeit" vor

Dazu erklärte Laporta nun, ohne Nagelsmann beim Namen zu nennen: "Es ist Ahnungslosigkeit, ein Mangel an Informationen zu unserem Club." Der Clubchef räumte ein: "Es ist wahr, dass wir praktisch unheilbar krank waren. Dank finanzieller Hebel haben wir aber das Krankenhaus verlassen. Diese Herren (die Kritiker) leben in der Vergangenheit."

Nicht nur Nagelsmann, auch Madrider Medien - die dem Erzrivalen Real Madrid nahestehen - hatten sich kritisch geäussert. Laporta vermutet, dass die Konkurrenz Angst hat: "Sie tun das wohl, weil sie glauben, dass wir weiter auf dem Markt tätig sein werden und sie bereits überholt haben. Jeder soll sich um die eigenen Dinge kümmern."

Allein für Raphinha und Lewandowski gab der Club über 100 Millionen Euro aus. Das ist durch eine nicht unumstrittene Veräusserung von Vereinsvermögen möglich.

In den vergangenen Wochen verkauften die Katalanen insgesamt 25 Prozent der TV-Rechte für 25 Jahre an die Investmentfirma Sixth Street. Dafür sollen mehr als 500 Millionen Euro fliessen. Der FC Barcelona will auch eine Minderheitsbeteiligung an der Barca Licensing and Merchandising (BLM) abtreten. (dpa/ska)

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Im Sommer 2021 wechselte Lionel Messi nach 21 Jahren vom FC Barcelona zu Paris St.-Germain. Die Katalanen hätten den Ausnahmespieler aus Argentinien ein Jahr später gerne zurück. Der 35-Jährige aber steht bei PSG noch unter Vertrag. Der Präsident des FC Barcelona versucht es über eine emotionale Ansprache.