Zwischen 2009 und 2011 hat Louis van Gaal den FC Bayern trainiert. Dass es zwischen ihm und Präsident Uli Hoeness Differenzen gegeben hat, ist bekannt. Gegenüber der "Sport Bild" sagt der Niederländer, dass ein Comeback für ihn deshalb derzeit unvorstellbar wäre.

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Louis van Gaal kann sich derzeit nicht vorstellen, zum FC Bayern zurückzukehren. Hauptgrund dafür sei das belastete Verhältnis zu Präsident Uli Hoeness.

Unter Hoeness will van Gaal nicht arbeiten

"Solange Uli Hoeness im Klub ist, würde ich dort nicht arbeiten", erklärte van Gaal in der "Sport Bild".

Hoeness war einst mit manchen Entscheidungen von van Gaal nicht einverstanden. "Philipp Lahm spielte damals Linksverteidiger, erst ich habe ihn auf rechts gestellt. Daraufhin hatte ich einen riesigen Streit mit Hoeness, der Lahm weiter links haben wollte. Die Geschichte gab mir recht: Lahm wurde als rechter Aussenverteidiger Champions-League-Sieger und Weltmeister", so der 66-Jährige.

Ähnliche Situation auch bei Müller und Alaba

Auch bei weiteren Personalien gab es Kritik von Hoeness. "Ähnlich war es doch auch mit Thomas Müller! Als ich das Talent, das mir Hermann Gerland empfahl, anfangs immer aufstellte, musste sich meine Frau Truus in der Vorstands-Loge von Hoeness sagen lassen: 'Ihr Mann hat wieder falsch aufgestellt.'"

Bei David Alaba sei es genauso gewesen. Ein Fehler des Österreichers in einer Partie gegen Nürnberg, der zum 1:1 führte, habe seine Entlassung eingeleitet. Alaba sei noch heute eines der grössten Talente, das Bayern habe, sagte der Niederländer.

Das "Rotwein-Gespräch von Cluj", als sich van Gaal und Hoeness nach einem Champions-League-Spiel aussprachen, trug nicht zu einer Verbesserung des Verhältnisses bei.

"Es gab das Gespräch, das ist richtig, aber es war kein gutes. Meine Frau sagte mir danach, wenn das wahr ist, was da gesagt wurde, musst du beim FC Bayern aufhören", erklärte van Gaal.

Dass ihm der Verein auch sieben Jahre nach seinem unrühmlichen Abgang nach wie vor am Herzen liegt, machte er in dem Interview aber auch deutlich.

"Manchester United, das ich zuletzt trainierte, ist ein kommerzieller Klub. Ganz anders als Bayern. Die Chefs sind mit Rummenigge und Hoeness zwei ehemalige Spieler, die wissen, wovon sie sprechen. Für sie ist Fussball das Wichtigste, nicht das Geld wie inzwischen bei United. Dafür liebe ich den FC Bayern." (fu)