• Lothar Matthäus sieht in der Dauerkritik von Mats Hummels langsam ein Problem.
  • "Sich Woche für Woche hinzustellen und Mannschaftskollegen ständig zu kritisieren, geht irgendwann nach hinten los", sagt der Rekord-Nationalspieler.

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Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus vermutet in der öffentlich geäusserten Kritik von Mats Hummels an seine Mitspieler ein Problem bei Borussia Dortmund. "Und was mir als Spieler von Borussia Dortmund langsam aber sicher auf die Nerven gehen würde, ist die permanente Kritik von Mats Hummels", schrieb der 61-Jährige in seiner Kolumne bei Sky. Er möge und respektiere den Menschen und Spieler Mats Hummels sehr, "aber sich Woche für Woche hinzustellen oder Social-Media-Posts abzusetzen und Mannschaftskollegen ständig zu kritisieren, geht irgendwann nach hinten los".

Hummels hatte nach der 0:2-Niederlage am vergangenen Sonntag bei Bundesliga-Tabellenführer Union Berlin seinen 20 Jahre alten Teamkollegen Karim Adeyemi öffentlich kritisiert, weil dieser mit einem missglückten Hackentrick den zweiten Gegentreffer eingeleitet hatte. "Manchmal ist der einfache 20-Meter-Rückpass die beste Lösung, auch wenn das danach nicht auf Social Media kommt", hatte Hummels gesagt.

Edin Terzic zeigt Verständnis für Mats Hummels' Ärger

"Ihr wisst, um welche Situation es geht", spricht Edin Terzic über Mats Hummels' Ärger über den Ballverlust vor dem 0:2 bei Union Berlin. Karim Adeyemi ist das Ziel der Kritik Hummels', ohne von diesem namentlich genannt zu werden. Terzic wünscht sich eine ehrliche und offene Aussparche - aber in den eigenen vier Wänden. © Sky

Matthäus: "Das wird in der Kabine nicht gut ankommen"

"Das wird in der Kabine nicht gut ankommen, denn die Mitspieler fragen sich dann schon auch, ob Mats selbst Woche für Woche Top-Leistungen abliefert oder nicht auch ab und zu mal einen Fehler macht", mutmasste Matthäus: "Ich finde, dass sich der Trainer oder vielleicht auch mal ein Matthias Sammer Hummels zur Seite nehmen sollte, um mit ihm darüber zu sprechen."

Selbstverständlich könne und müsse der Weltmeister von 2014 "hin und wieder den Finger in die Wunde legen und auch öffentlich die Dinge klar ansprechen", betonte der frühere Bayern-Profi: "Aber nicht nach gefühlt jedem Spiel." Fussball sei ein Teamsport, "und wenn sich ständig einer herausnimmt, die Fehler der anderen anzusprechen, dann ist es alles andere als förderlich".   © dpa