Rudi Assauer ist tot: Sein Leben in Bildern

Fussball-Deutschland trauert um eine seiner prägendsten Manager-Persönlichkeiten. Wir blicken auf Leben und Wirken der Schalke-Legende zurück.

Rudolf "Rudi" Assauer wurde am 30. April 1944 in Sulzbach-Altenwald geboren. Im Alter von 20 Jahren schaffte er als Spieler den Sprung in die Bundesliga zu Borussia Dortmund (im Bild letzte Reihe, 2. von rechts).
Zur Saison 1970/71 verliess Assauer (im Bild ganz rechts) die Schwarz-Gelben und wechselte zu Werder Bremen.
Assauer war wie schon in Dortmund stets Stammspieler an der Weser und führte sein Team sogar als Kapitän aufs Feld. Insgesamt lief er 188 mal in der Bundesliga für Werder auf und schoss dabei vier Tore.
Im Alter von nur 32 Jahren tauschte Assauer Fussballschuhe gegen Bürostuhl und wechselte ins Management von Werder Bremen.
Nach fünf Jahren als Funktionär bei Werder zog es Assauer zurück in seine westfälische Heimat. Er polarisierte schon damals. Während sich viele Bremer Fans dankbar zeigten, ...
... nahmen ihm einige seinen Wechsel zum FC Schalke 04 im Jahr 1981 extrem übel.
Der ganz grosse Erfolg stellte sich in Assauers erster Amtszeit bei den Königsblauen nicht ein. Nach vier Jahren wurde er entlassen. Es folgten ein mehrjähriges Intermezzo im Immobilienbereich sowie eine Anstellung als Manager beim VfB Oldenburg. Erst 1993 ...
... kehrte Assauer nach Gelsenkirchen zurück. Nun endlich trug die Arbeit des Managers Früchte. Die ersten grossen Erfolge liessen nicht lange auf sich warten.
Der passionierte Zigarrenraucher feierte 1997 mit Schalkes "Eurofightern" den bis heute grössten Erfolg der Vereinsgeschichte und holte den UEFA-Cup in den Pott.
Pokal-Wettbewerbe waren generell genau nach dem Geschmack der Schalker und des kongenialen Trainer-Manager-Gespanns Huub Stevens/Rudi Assauer. 2001 und 2002 gewannen sie mit S04 den DFB-Pokal. Assauer war längst zur Kultfigur geworden.
Unvergessen bleibt Schalkes Fast-Meisterschaft in der Saison 2000/2001. Wenige Minuten schien der Titel perfekt zu sein. Assauer und Co. feierten ausgelassen. Bis Patrik Andersson in der Nachspielzeit für den FC Bayern beim Hamburger SV traf und die Schalker "Meister der Herzen" ins Tal der Tränen stürzte.
Assauer pflegte mithilfe seines selbstbewussten und werbewirksamen Auftretens stets das Image des toughen Geschäftsmannes und Machos. Bis zum Ende seines Wirkens auf Schalke im Jahr 2006 blieb er sich treu - und auch die obligatorische Zigarre durfte nie fehlen.
Rudi Assauer war zweimal verheiratet und hatte aus erster Ehe zwei Töchter. Von 2000 bis 2009 war er mit der Schauspielerin Simone Thomalla liiert.
2012 wurde bekannt, dass Rudi Assauer an Alzheimer erkrankt war. Die Krankheit und sein Umgang damit wurden in einer TV-Doku und in seinen Memoiren thematisiert. Danach zog er sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Dieses Bild zeigt ihn bei einem seiner letzten grossen Auftritte beim Jubiläumsspiel der "Eurofighter" im Mai 2017.
Am 6. Februar 2019 starb Rudi Assauer im Alter von 74 Jahren. Der FC Schalke 04 trauert um den vielleicht bedeutendsten und ganz sicher charismatischsten Funktionär seiner Vereinsgeschichte.