• Der FC Schalke 04 hat den ersten Saisonsieg eingefahren.
  • Die Gelsenkirchener besiegten im Revierderby den VfL Bochum 3:1.
  • Beim noch punktlosen Schlusslicht wird die Krise immer prekärer.

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Erleichterung beim FC Schalke, Ratlosigkeit beim VfL Bochum - das 1:3 (0:1) im Duell der bisher sieglosen Revierclubs hat die Krise beim Bundesliga-Tabellenletzten weiter verschärft. Nach dem 0:1 durch Dominick Drexler (38. Minute), dem Eigentor von Erhan Masovic (73.) sowie dem späten Treffer von Sebastian Polter (90.+6) muss der Bochumer Fussball-Lehrer Thomas Reis mehr denn je um seinen Job bangen. Auch der zwischenzeitliche Ausgleich am Samstag durch Simon Zoller (52.) bescherte seinem Team nicht den erhofften ersten Punktgewinn.

Dagegen hat sich die Lage für seinen Kollegen Frank Kramer nach dem Erfolg vor 62.041 Zuschauern in der ausverkauften Veltins Arena vorerst entspannt. Der erste Sieg seit dem Wiederaufstieg verhalf Schalke zum Sprung auf den 12. Rang.

Drexler steht nach unglücklicher Riemann-Abwehr goldrichtig

Medienberichte, wonach VfL-Coach Reis in diesem Sommer Gespräche mit dem FC Schalke geführt haben soll, hatten vor dem Duell für zusätzliche Brisanz gesorgt. Mit der aufgeheizten Stimmung und dem gewachsenen Druck schienen sich die Schalker leichter zu tun. Zu Beginn der Partie übernahmen sie die Regie und zwangen den Reviernachbarn in die Defensive. Die frühe und verletzungsbedingte Auswechslung von Takuma Asano in der 4. Minute hemmte den Spielfluss der Bochumer zusätzlich.

Doch das Schalker Plus beim Ballbesitz schlug sich zunächst kaum in Chancen nieder. Nur bei einem durch Masovic abgeblockten Schuss von Simon Terodde (15.) war der Gastgeber der Führung nahe. Die fehlende königsblaue Durchschlagskraft ermutigte die Bochumer zu mehr Gegenwehr. Doch gerade als sie nach zwei Chancen von Simon Zoller (23./35.) besser im Spiel schienen, gerieten sie in Rückstand. Einen abgefälschten Schuss von Marius Bülter konnte VfL-Keeper Manuel Riemann nur nach vorn abwehren, was Drexler per Direktabnahme zur Führung nutzte. Dieses 0:1 hinterliess beim Schlusslicht sichtlich Wirkung. Bis zur Pause geriet das VfL-Spiel wieder mächtig ins Stocken.

Teroddes Lattenknaller leitet Schalker Schlussoffensive ein

Doch nach Wiederanpfiff änderte sich das Bild. Für ihren nun deutlich grösseren Eifer wurden die Bochumer früh belohnt, als Zoller einen Ball aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Asano-Ersatz Gerrit Holtmann und Philipp Hofmann aus kurzer Distanz über die Linie drückte und damit die seit drei Spielen anhaltende Torflaute seines Teams beendete.

Dieser Ausgleich leitete eine umkämpfte Schlussphase ein. Nach minutenlanger Schockstarre erhöhte der FC Schalke den Druck. Ein Schuss von Torjäger Terodde (71.) an das Lattenkreuz war das Startsignal zu einer Offensive, die der Bochumer Deckung Probleme bereitete. Nur zwei Minuten später lenkte Masovic einen Freistoss von Tobias Mohr ins eigene Netz. Mit seinem Kopfballtor nach Mohr-Flanke in der Nachspielzeit sorgte der Ex-Bochumer Polter für den Endstand. (mt/dpa)

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