• Mainz 05 hat nach drei Pleiten in Serie im Rhein-Main-Derby gegen Eintracht Frankfurt mit dem 1:1 die Negativserie beendet.
  • Die Eintracht kann mit dem Punktgewinn auch leben.

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Eintracht Frankfurt hat ein grossartiges Fussball-Jahr nicht mehr ganz veredeln können. Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner kam am Sonntag im prestigeträchtigen Rhein-Main-Derby beim 1. FSV Mainz 05 nur zu einem 1:1 (0:1). Der Europa-League-Gewinner kann dennoch zufrieden in die WM-Pause gehen, nachdem er das Überwintern als Achtelfinalist in der Champions League und im DFB-Pokal geschafft hat.

Für die Mainzer ging vor 33.305 Zuschauern hingegen das letzte Pflichtspiel in diesem Jahr nach drei Bundesliga-Niederlagen in Serie versöhnlich zu Ende. Jonathan Burkardt (40. Minute) hatte die Führung der Gastgeber erzielt, den Ausgleich schoss Ranal Kolo Muani (66.).

Erstes Saisontor für Mainzer Johnny Burkardt

Nach einer weitgehend blutleeren 0:1-Vorstellung beim Tabellenletzten FC Schalke 04 waren die Mainzer vier Tage danach von Beginn an bissig und kämpferisch. 05-Trainer Bo Svensson hatte die Konsequenz aus den drei Niederlagen in Serie gezogen und die Startelf auf vier Positionen verändert. In der Offensive gab er Burkardt den Vorzug vor Marcus Ingvartsen, der sich eigentlich noch einmal für einen der letzten Plätze im dänischen WM-Aufgebot empfehlen wollte.

Burkardt erwies sich als Glücksgriff. Bereits in der neunten Minute sorgte der deutsche Junioren-Nationalspieler für Gefahr, als er nach einem geschickten Pass von Leandro Barreiro zum Schuss kam, der Ball aber abgefälscht wurde und am Tor vorbeiflog. Sekunden später hatte die Eintracht wieder Glück, als der Ex-Frankfurter Dominik Kohr aus 20 Metern nur knapp am rechten Pfosten vorbei zielte.

In der 40. Minute war es Burkardt, der Kevin Trapp überwinden konnte: Der Nationaltorwart wehrte mit Glanzparaden den ersten Burkardt-Schuss ab, ebenso einen Nachschuss von Karim Onisiwo, beim nächsten Versuch von Burkardt hatte Trapp keine Chance mehr.

Eintracht mobilisiert letzte Kräfte - mehr als der Ausgleich ist nicht drin

Champions-League-Achtelfinalist Frankfurt konnte nicht an die glänzende Vorstellung gegen 1899 Hoffenheim (4:2) anknüpfen, bei der die Hessen mit einem Offensiv-Feuerwerk begeistert hatten. Es fehlte nach 24. Pflichtspielen die Energie für ein weiteres aussergewöhnliches Spiel der Eintracht, die zuvor in 14 Liga-Spielen 26 Punkte geholt hatte.

Die einzigen Chancen hatten die Gäste vor der Pause durch Randal Kolo Muani (11.), dem völlig frei stehend nach Pass von Daichi Kamada der Ball weit vom Fuss sprang. Eine weitere Möglichkeit hat Jesper Lindström (29.), der den Ball selbst erobert, auf das Mainzer Tor zuläuft und kurz vor dem Abschluss noch gestoppt wird.

Erst nach dem Wiederanpfiff mobilisierten die Frankfurter noch mal alle Kräfte, nach sieben Siegen in den vergangenen acht Spielen noch einen Erfolg draufzulegen. Und es war einmal mehr Kolo Muani, der zuschlagen konnte. Nach Zuspiel von Djibril Sow ist es WM-Fahrer Mario Götze, der mit einem genialen Chip in den Lauf von Kolo Muani spielt. Aus spitzem Winkel schoss der Franzose den Ball in die Maschen - es war sein fünfter Treffer. (hub/dpa)