Nach der Blamage bei FK Rostow steht bereits nach fünf Spieltagen fest: Der FC Bayern München beendet die Gruppenphase der Champions League als Tabellenzweiter. Damit droht den Münchnern ein Giganten-Duell mit dem FC Barcelona. Platz zwei könnte aber auch Vorteile mit sich bringen.

Die Ernüchterung beim FC Bayern München ist gross. Durch die 2:3-Niederlage bei FK Rostow und dem 2:0-Sieg von Atlético Madrid gegen PSV Eindhoven werden die Münchner die Gruppenphase definitiv als Zweiter beenden. Das bedeutet, dass bereits im Achtelfinale ein Duell mit Lionel Messi und dem FC Barcelona möglich ist.

Die Katalanen stehen ihrerseits bereits als Sieger der Gruppe C fest und haben neben Celtic Glasgow und Borussia Mönchengladbach auch das von Pep Guardiola trainierte Manchester City hinter sich gelassen. Immerhin: Auf Letztere können die Bayern in der Runde der besten 16 nicht treffen.

Medien gehen mit Bayern nach Pleite in Rostow hart ins Gericht.

Doch nicht nur Barcelona ist ein möglicher K.-o.-Gegner des FC Bayern. Es könnte auch zu einer Neuauflage der Achtelfinalpaarung der Vorsaison mit Juventus Turin kommen. Damals verhinderten die Bayern erst in der Verlängerung das vorzeitige Aus in der "Königsklasse". Sollt Juve seine letzte Partie zu Hause gegen Dinamo Zagreb wie erwartet gewinnen, beendet die "alte Dame" die Gruppe H als Tabellenerster.

Auch leichtere Gegner durchaus möglich

Doch es gibt auch mögliche Duelle, in denen die Bayern klar favorisiert wären - trotz des verpassten Gruppensiegs und des minimalen Nachteils, das Rückspiel auswärts bestreiten zu müssen.

In der Gruppe B gibt es einen Dreikampf um die Tabellenspitze zwischen dem SSC Neapel (acht Punkte), Benfica Lissabon (acht Punkte) und Besiktas Istanbul (sieben Punkte).

In der Gruppe E hat der AS Monaco Platz eins bereits eingetütet, genauso wie der in der Premier League schwächelnde englische Meister Leicester City in der Gruppe G. Es wären keine Selbstläufer, aber durchaus dankbare Kontrahenten für den FCB.

In vier der acht Gruppen ist die Entscheidung um Platz eins noch nicht gefallen. Paris St. Germain reicht ein Sieg gegen Ludogorets Razgrad, um die Führung vor dem punktgleichen FC Arsenal zu behaupten. Sollte dies gelingen, wäre PSG ein möglicher Bayern-Gegner.

Viele Bayern-Fans werden am letzten Spieltag dem Erzrivalen aus Dortmund die Daumen drücken, wenn dieser versucht, mit einem Sieg oder Remis in Madrid Platz eins vor Real zu behaupten.

Gelingt dies dem BVB nicht, droht den Münchnern im Achtelfinale, das zwischen dem 14. Februar und 15. März. 2017 ausgetragen wird, ein Besuch von Cristiano Ronaldo und dessen Teamkollegen in der Allianz Arena.

Aber diese unangenehme Situation haben sich die Bayern mit den Niederlagen bei Atlético Madrid und nun vor allem in Rostow selbst eingebrockt. (tfr)