• Mit ihrer Anreise zum EM-Viertelfinale nach Russland sorgt Sportministerin Viola Amherd für Diskussionen.
  • Ist das in Hinblick auf die derzeit grassierende Delta-Variante angemessen?
  • Ihre Bundesratskollegen haben wenig Bedenken.

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Trotz der Reisewarnung von Gesundheitsminister Alain Berset wird Sportministerin Viola Amherd für das EM-Viertelfinale der Schweiz gegen Spanien nach Russland reisen, um den Bundesrat in St. Petersburg zu vertreten.

"Es ist vorgesehen, dass ich an das Viertelfinale reise. Wir werden selbstverständlich sämtliche Massnahmen treffen, damit keine Ansteckung passiert. Ich bin zudem zweimal geimpft", sagte sie in dieser Woche vor Medien. Wegen der derzeit grassierenden Delta-Variante des Coronavirus sorgt Amherds Entscheidung dennoch für Diskussionen. Kollegen aus der Politik stehen hinter ihr.

SVP-Nationalrat: Viola Amherd soll "selbstverständlich" nach Russland reisen

"Soweit ich weiss, ist Russland auf keiner Liste, dass man da nicht hinreisen sollte. Selbstverständlich soll sie da hinreisen, so wie alle Fans, die Freude am Spiel haben", wird SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel vom SRF zitiert. Er halte die Warnung von Berset für überflüssig. Wenn es in Russland gefährlich sei, müsse man das Land auf die Quarantäneliste setzen.

Auch Sportpolitiker und SP-Nationalrat Matthias Aebischer hat bei Amherds Anreise zum EM-Viertelfinale keine Bedenken. "Das System dieser EM, die Spiele in verschiedenen Städten durchzuführen", halte er aber während einer Pandemie für fragwürdig. "Aber grundsätzlich gilt ja, dass nur ins Stadion darf, wer getestet, geimpft oder genesen ist."

Das sagt die UEFA zu den Corona-Bedenken

Zu den Corona-Diskussionen sagte der medizinische Berater der UEFA, Daniel Koch, lediglich: "Es ist nicht völlig auszuschliessen, dass Veranstaltungen und Versammlungen letztlich zu einem gewissen lokalen Anstieg der Fallzahlen führen könnten. Aber das gilt nicht nur für Fussballspiele, sondern für jede Art von Situationen, die nun im Rahmen von den von zuständigen lokalen Behörden beschlossenen Lockerungsmassnahmen erlaubt sind."

Nach der herausragenden Leistung gegen Frankreich im Achtelfinale glaubt Amherd auch an einen Sieg der Nati im Viertelfinale: "Wenn sie so weiterkämpfen, dann liegt was drin." Die Schweiz tritt am Freitag (2. Juli) gegen Spanien an. Das Spiel wird ab 18:00 Uhr in der Gazprom-Arena in St. Petersburg ausgetragen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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