Frauen-WM 2019: So feiert Weltmeister USA den Titel

Die USA sind Frauen-Fussball-Weltmeister 2019. Ihren Erfolg feierten die US-Girls nun ausgelassen in New York City. Doch sie wurden nicht nur wegen ihres WM-Sieges bejubelt.

Da ist das Ding: Die US-Frauen sind Fussball-Weltmeister 2019. Den Erfolg feierten sie nun gebührend in der Heimat. Auf den 2:0-Sieg im Finale über Europameister Niederlande folgte am Dienstag ein Party-Marathon in New York City.
Es ist bereits der vierte Sieg WM-Titel der US-Girls. Keine Nation konnte den goldenen Pokal öfter in die Höhe stemmen.
Neben dem Weltmeister-Pokal konnte sich Rapinoe über zwei weitere Trophäen freuen. Sie wurde als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet und sicherte sich obendrein den "Goldenen Schuh" als Torschützenkönigin (sechs Treffer). Am meisten Freude bereitet der 34-Jährigen aber der WM-Pokal, den sie am Dienstag gleich mehrfach stolz der Öffentlichkeit präsentierte.
In den medialen Fokus war Rapinoe auch wegen ihrer Kritik an US-Präsident Donald Trump gerückt. Die Fussballerin versteht sich als politische Aktivistin. "Wir müssen besser werden. Wir müssen mehr lieben, weniger hassen. Wir müssen mehr zuhören und weniger reden", sagte sie vor jubelnden Fans am Mittwoch. "Wir müssen wissen, dass es die Verantwortung eines jeden ist und dass es auch unsere Verantwortung ist, die Welt zu einem besseren Ort zu machen."
Auf einen Besuch im Weissen Haus, wie es in den USA nach dem Sieg eines grossen Titels üblich ist, verzichten die US-Frauen. Kapitänin Rapinoe stellte bei CNN klar, dass es nicht sein dürfe, dass die Regierung den Erfolg vereinnahme oder korrumpiere. Statt des Präsidenten empfing New Yorks Bürgemeister Bill de Blasio die Weltmeisterinnen.
Stilecht mit Pokal, Sieger-Shirts und US-Flaggen fuhr das Team auf einem Umzugswagen durch Manhattan.
Die Sieger wurden von Tausenden New Yorkern gefeiert, die den Triumphzug per Smartphone-Kamera festhielten.
Doch der Jubel galt nicht nur dem WM-Sieg, sondern auch ihrem neuen Status als Ikonen für die Rechte von Frauen, die etwa im Vergleich zu Männern nur einen Bruchteil an Prämie für einen WM-Sieg bekommen.
Mit an Bord war natürlich auch Alex Morgan, die - wie Rapinoe - zu den besten Fussballerinnen der Welt gehört.
Die 30-Jährige spritze erst mit Champagner, der Marke "La Grande Dame", wild durch die Gegend ...
... und sah dann freudig zu, wie Rapinoe eine Team-Kollegin mit Schampus übergoss.