Estadio Vicente Calderón: Wie das Stadion von Atlético Madrid verschwindet

Das Estadio Vicente Calderón wird seit 2019 abgerissen, da Atletico Madrid mit dem Wanda Metropolitano eine neue Spielstätte gefunden hat. Nun ist der Abriss kurz vor der Vollendung. Über die Geschichte eines alterwürdigen Stadions.

Ursprünglich fasste das Stadion 54.907 Plätze und war 15 Mal Ausrichtungsort des Finales der Copa del Rey. Nach dem Kauf des Grundstücks 1961 wurde am 2. Oktober 1966 die Einweihung der Arena gefeiert. Das erste Spiel in dem Stadion fand gegen Valencia statt. Die Partie endete 1:1 nach Toren von Luis Aragonés und Paquito.
Am 30. Juli 2007 unterschrieb Atlético einen Vertrag mit der Stadtverwaltung, der den Abriss des Stadions und eine Ausdehnung des Manzanares-Uferparkes vorsah. Seit dem 16. September 2017 spielt der Verein nun im Wanda Metropolitano.
Am 10. Mai 2017 fand das letzte Champions-League-Spiel im Vicente Calderón statt. Im Halbfinale traf Atlético auf den Stadtrivalen Real Madrid. Trotz eines 2:1-Sieges mussten die Rocoblancos die Segel streichen - das Hinspiel war mit 0:3 verloren gegangen.
Das Stadion gehörte zu den ältesten Spaniens. Adios!
Die neue Heimstätte von Atlético ist seit 2017 das Wanda Metropolitano. Das bereits 1994 errichtete Stadion wurde von 2011 bis 2017 umgebaut. Unter anderem wurde die Leichtathletikanlage entfernt und die Spielstätte so in ein reines Fussballstadion mit 67.703 überdachten Plätzen verwandelt. In Zukunft soll die Kapazität auf 73.000 Plätze erweitert werden.
Die Umbauarbeiten waren enorm, unter anderem musste ein Dach installiert werden. Die Arbeiten kosteten über 250 Millionen Euro. Das neue Areal ist fast dreimal so gross wie das des Vincente Calderón.
Das bisher grösste Ereignis im neuen Atlético-Stadion war das Champions-League-Finale 2019. Der FC Liverpool konnte sich den Titel für die beste Mannschaft Europas sichern. Nach einem kaum gefährdeten 2:0 über Tottenham konnte Jürgen Klopps Truppe nach dem verlorenen Finale im Jahr davor endlich als Sieger vom Platz gehen.