Der Nati-Spieler Breel Embolo hat Ärger mit seinen Mietern. Nachdem er allen Bewohnern seines Baseler Mietshauses im Oktober kündigte, wehren die sich nun auch juristisch.

Mehr Fussballthemen finden Sie hier

Der Fussball-Star und Hausbesitzer Breel Embolo hat insgesamt zwölf seiner Mieter in Basel gekündigt – und muss sich deswegen jetzt womöglich bald vor Gericht streiten.

Vor rund zweieinhalb Jahren kaufte sich der Nati-Spieler und Profi des deutschen Bundesligisten Schalke 04 einen unscheinbaren Reihenblock mit zwölf 3,5-Zimmer-Wohnungen am Burgfelderplatz.

Luxus-Sanierung geplant?

Bereits Ende Oktober erfolgte laut "Aargauer Zeitung" über eine Immobilienfirma für alle Mieter des Blocks die Kündigung. Man habe den Zustand überprüft und festgestellt, dass dieser weder ökologischen Ansprüchen noch heutigen Wohnbedürfnissen genüge.

Ab April erfolge deswegen eine Sanierung, die im bewohnten Zustand nicht möglich sei.

Doch einige seiner Mieter weigern sich zu gehen, bereits dieses Wochenende hätten eigentlich alle Bewohner das Haus verlassen müssen. Insgesamt drei Parteien wehren sich nun juristisch gegen den Rausschmiss und bekommen dabei auch Unterstützung vom Basler Mieterverband.

Die Kündigungen sind bislang noch nicht rechtskräftig. Möglicherweise entscheidet bald ein Gericht über den Sachverhalt.

Mindestziel ist Fristverlängerung

Beat Leuthardt vom Mieterverband hält die Massenkündigung aufgrund der Umstände für missbräuchlich: "Das ist das typisches Standard-Programm, wenn man schnell die Leute draussen haben will", sagte sie der "Aargauer Zeitung".

Sie wolle nun erreichen, dass die Kündigungen von der Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten für ungültig erklärt und aufgehoben werden. Das Mindestziel sei eine Verlängerung der Kündigungsfrist von vier Jahren.

Gespräche wurden abgebrochen

Leuthardt befürchtet, dass die Wohnungen, die bisher im unteren Preissegment angesiedelt waren, durch die Sanierung erheblich teurer werden. Sie habe versucht mit der Gegenseite zu einer Einigung zu gelangen, allerdings seien die Gespräche abgebrochen worden. (dr)  © 1&1 Mail & Media/spot on news