Rassismus im Fussball ist keine Seltenheit. Jüngst wurde eine Partie in der 4. Liga sogar abgebrochen, nachdem ein Zuschauer einen Spieler des FC Rotkreuz rassistisch beleidigt hatte.

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Der Schiedsrichter brach das 4. Liga Spiel zwischen dem SC Goldau und dem FC Rotkreuz in der 76. Minute ab. Der Grund: Ein Zuschauer war auf das Feld gelaufen und hatte einen Spieler des FC Rotkreuz beleidigt. Das könnte Konsequenzen für den Fan haben.

Schiedsrichter brach die Partie ab

Beim Stand von 1:0 war in der 76. Minute Schluss. Der Schiedsrichter sah sich gezwungen, die Partie abzubrechen, nachdem sich die Spieler des FC Rotkreuz geweigert hatten, weiterzumachen. Das ist ein "sehr bedenklicher und trauriger Vorfall", heisst es vom Präsidenten des SC Goldau Reto Bisang in einer Stellungnahme. Der Vorfall ärgere ihn, da der Verein weder in der Mannschaft noch im Umfeld mit Rassismus zu kämpfen habe.

Muss der Zuschauer Konsequenzen fürchten?

Auf Anfrage von "20min" liess man verlauten: Einen solchen Vorfall gab es laut Bisang beim Verein noch nicht. Für den Zuschauer könnte die Beschimpfung ernste Folgen haben. Es wurde ein Verfahren eingeleitet, nach dessen Abschluss man entscheiden werde, "ob es zu einem Rayonverbot kommt oder ob es auch finanzielle Folgen haben könnte", erklärte Bisang.

FC Rotkreuz: "Wir sind natürlich an einer Aufarbeitung interessiert"

Der FC Rotkreuz kann die Untersuchung nur gutheissen: "Wir sind natürlich an einer Aufarbeitung interessiert", sagte Club-Präsident Claudio Carbone. Trotzdem versicherte er dem SC Goldau und der 4. Liga absolute Korrektheit und kein rassistisches Verhalten. Böses Blut scheint es zwischen den Vereinen also keines zu geben.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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