Diese Trikotnummern werden im Fussball nicht mehr vergeben

Dass eine Trikotnummer zu Ehren eines bestimmten Spielers nicht mehr vergeben wird, kennt man hauptsächlich aus dem US-Sport. Jetzt hat aber auch der Ex-Klub von BVB-Neuzugang Jude Bellingham entschieden, dessen Nummer nicht mehr zu vergeben. Bei welchen Vereinen gibt es das noch?

Mit gerade einmal 17 Jahren avancierte Jude Bellingham in der vergangenen Saison zum Star bei Birmingham City. Der BVB griff zu und überwies rund 25 Millionen Euro an den englischen Zweitligisten. Da der Mittelfeld-Allrounder bereits seit seinem siebten Lebensjahr bei dem Klub spielte, will der Verein Bellinghams Nummer 22 in Zukunft nicht mehr vergeben.
Bobby Moore ist bei West Ham United eine absolute Vereinsikone. Ein Denkmal vor dem Wembley-Stadion erinnert an den Innenverteidiger, seine Trikotnummer 6 wird bei den "Hammers" nicht mehr neu vergeben.
Paolo Maldini: legendärer Kapitän und Abwehrboss des AC Milan. Zudem Rekordspieler mit über 600 Einsätzen. Grund genug für die "Rossoneri", seine Nummer nur noch an seinen Sohn Daniel zu vergeben. Dieser konnte in der laufenden Spielzeit seine ersten Minuten bei den Profis sammeln.
Eine weitere Mailänder Legende: Franco Baresi prägte gemeinsam mit Maldini eine Ära und gilt als einer der besten Liberos aller Zeiten. Seine Rückennummer 6 bleibt daher auf ewig ihm vorbehalten.
Die Nummer 7 ist das Markenzeichen von Cristiano Ronaldo. Deswegen entschied sein Jugendklub CF Andorinha, diese Nummer nur unter zwei Bedingungen erneut zu vergeben: Falls CR7 eines Tages zurückkehren sollte oder sein Sohn beim Klub auf der Atlantikinsel Madeira sein Erbe antreten sollte.
Diego Maradona wird wahrscheinlich auf ewig der grösste Spieler in der Historie des SSC Neapel sein. In der Stadt wird er auch heute noch verehrt und so wird das Trikot mit der Nummer 10 für immer ihm gehören.
Pelé war unbestritten einer der Besten aller Zeiten. Cosmos New York, wo der Brasilianer im Herbst seiner Karriere an der Seite eines gewissen Franz Beckenbauer spielte, vergibt daher seine Nummer 10 nicht mehr. Der FC Santos, wo Pelé den Grossteil seiner Laufbahn verbrachte, sieht das übrigens anders und hat die 10 nicht aus dem Verkehr gezogen.
Johan Cruyff gilt als einer der Urväter des modernen Fussballs, was vor allem an seiner Arbeit als Trainer liegt. Als Spieler von Ajax Amsterdam war er allerdings auch schon legendär. Heute ist das Stadion des Klubs nach ihm benannt sowie seine Trikotnummer 14 auf ewig ihm vorbehalten.
Roberto Baggio stürmte am Ende seiner Karriere von 2000 bis 2004 für Brescia Calcio. Seine besten Zeiten hatte er da schon hinter sich, jedoch rettete er den Klub mehrfach vor dem Abstieg. Als Dank dafür gehört die Nummer 10 für immer dem "Göttlichen Zöpfchen".
Seit seinem Karriereende 2004 wird die Nummer 21 am Millerntor nicht mehr vergeben: Holger Stanislawski war als Spieler und Trainer durch und durch mit dem FC St. Pauli verbunden und schaffte sogar den Aufstieg in die Bundesliga.
Torjäger und Real-Madrid-Ikone Ferenc Puskas ist auch in seiner Heimat Ungarn eine absolute Legende. Mit seinem Tod 2006 beschloss sein Jugendklub Honved Budapest, die Trikotnummer 10 nicht mehr zu vergeben.
Seine erfolgreichste Zeit erlebte Henrik Larsson beim FC Barcelona und bei Celtic Glasgow. Zum Ende seiner Karriere entschied sich der schwedische Stürmer, noch einmal zu seinem Ausbildungsklub Helsingborg zurückzukehren. Heute wird dort die Nummer 17 nicht mehr vergeben. Mittlerweile ist er bei dem schwedischen Klub als Trainer angestellt und betreut unter anderem auch seinen Sohn. Der trägt die Nummer 18.
Auch aus traurigen Gründen haben sich Klubs entschlossen, Trikotnummern nicht mehr zu vergeben: Im Januar 2004 erlitt Miklos Feher von Benfica Lissabon während eines Spiels einen Herzstillstand, alle Wiederbelebungsversuche konnten ihn nicht retten. Seine Nummer 29 gehört für immer ihm.
Antonio Puerta war gerade einmal 22 Jahre alt, als er im August 2007 während eines Ligaspiels mit dem FC Sevilla gegen Getafe ebenfalls einen Herzstillstand erlitt und starb. Seitdem vergeben die Andalusier aus Respekt ihm gegenüber die Nummer 16 nicht mehr.