Der Deutsche Fussball-Bund hat eine wichtige Frage beantwortet: Martina Voss-Tecklenburg wird als Nachfolgerin von Interimslösung Horst Hrubesch künftig die deutsche Frauen-Nationalmannschaft betreuen.

Martina Voss-Tecklenburg wird neue Trainerin der deutschen Frauenfussball-Nationalmannschaft. Die 50-Jährige erhält einen Vertrag bis einschliesslich zur EM 2021 und wird beim Deutschen Fussball-Bund die Nachfolgerin von Steffi Jones und Interimslösung Horst Hrubesch. Zuerst hatte das Fachmagazin "Kicker" über die Personalie berichtet.

"Martina Voss-Tecklenburg ist eine erfahrene und hoch angesehene Trainerin. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie mit ihrer Expertise und Persönlichkeit die Richtige ist, um unsere Frauen-Nationalmannschaft gemeinsam mit Britta Carlson weiter zu entwickeln und erfolgreich zu führen", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel am Donnerstag.

Voss-Tecklenburg betonte, ihr neues Amt sei eine "spannende Aufgabe. Gerade die Umstrukturierung des DFB und die Verzahnung mit dem Männerfussball bieten riesige Chancen, um Synergien zu nutzen und innovative Wege zu gehen", sagte sie.

Martina Voss-Tecklenburg bleibt für WM-Qualifikation noch in der Schweiz

Voss-Tecklenburg betreut derzeit noch die Nationalmannschaft der Schweiz und wird nach der WM-Qualifikation zum DFB wechseln. Hrubesch wird das deutsche Team deshalb länger als geplant trainieren. Mit ihm gewann die deutsche Auswahl die Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Slowenien. Nach fünf Siegen aus sechs Spielen führt Deutschland die Gruppe fünf mit 15 Punkten vor Island (13 Punkte/5 Spiele) an.

Die neue Bundestrainerin spielte selbst aktiv beim KBC Duisburg, dem TSV Siegen und dem FCR 2001 Duisburg. Für die Nationalmannschaft lief sie 125 Mal auf. Sie erzielte 27 Tore und wurde viermal Europameisterin.

Neue Assistenztrainerin der Nationalmannschaft wird die 31-malige Nationalspielerin Britta Carlson, die seit 2012 im Trainerstab des Bundesligisten VfL Wolfsburg arbeitet. Carlson wird schon zum Länderspiel der DFB-Auswahl gegen Kanada am 10. Juni das Team um Hrubesch ergänzen.  © dpa