Er ist bei der aktuellen WM 2018 in Russland einer der beliebtesten deutschen TV-Experten, auch wegen seiner sachlichen Art. Nun findet Christoph Kramer in einem Interview deutliche Worte - und übt Kritik an den Kritikern der DFB-Elf. Manche mediale Diskussion sei "an den Haaren herbeigezogen".

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Fussball-Weltmeister Christoph Kramer, TV-Experte beim ZDF und für seine sachliche Art dabei von vielen Fans gelobt, hat die jüngsten Diskussionen um die deutsche Nationalmannschaft als überzogen kritisiert und mehr Vertrauen in die handelnden Personen gefordert.

"Nach dem 0:1 gegen Mexiko gab es Kritik, über die sich die Nationalspieler beschwerten. Völlig zu Recht, wie ich finde. Ich finde, dass die Kritik in dieser Form alles andere als gerechtfertigt war", sagte der Profi von Borussia Mönchengladbach dem Sportbuzzer.

Christoph Kramer: "Vier Jahre lang alles in Grund und Boden gespielt"

Die Auswahl des Deutschen Fussball-Bundes habe "vier Jahre lang alles in Grund und Boden gespielt - und jetzt wird nach einem schlechten Pflichtspiel alles infrage gestellt? Das geht mir zu schnell, echt. Da werden Diskussionen geführt, die an den Haaren herbeigezogen sind", sagte der Weltmeister von 2014.

Und weiter: "Man sollte einfach etwas mehr Vertrauen haben. Wer, wenn nicht wir, sollte den Verantwortlichen Vertrauen schenken?", führte der 27-Jährige weiter aus.

Zuvor hatten sich schon mehrere Nationalspieler - allen voran Toni Kroos, aber beispielsweise auch Joshua Kimmich - über die allzu harte mediale Kritik an der Leistung des DFB-Teams beschwert.

Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw hatte zum Auftakt der Weltmeisterschaft 0:1 gegen Mexiko verloren und am Samstag 2:1 gegen Schweden gewonnen.

Am Mittwoch steht für den Weltmeister das dritte und entscheidende WM-Gruppenspiel gegen Südkorea in Kasan an. (cai/dpa)

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