• Während einer Pressekonferenz teilt der Top-Trainer Richtung Katar aus - aber meint auch FIFA und UEFA.
  • Aus Klopps Sicht werden die Nationalspieler im November und Dezember unter enormem Druck stehen.
  • Der Coach vom FC Liverpool regte ein Meeting aller Entscheider im Profifussball an.

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Jürgen Klopp hat die Vergabe der WM nach Katar scharf kritisiert und die Überbelastung der Profispieler angeprangert. "Diese WM findet zu einem falschen Zeitpunkt statt, aus falschen Gründen", sagte der Startrainer des englischen Vizemeisters FC Liverpool während einer Pressekonferenz am Freitag und fügte mit ironischem Unterton an: "Aber alles ist fein...".

Er werde "richtig wütend", wenn er über die enormen Belastungen der Nationalspieler in dieser ungewöhnlichen Saison mit der WM im November und Dezember denke, ergänzte Klopp (55): "Jeder weiss, dass es nicht richtig ist. Aber niemand spricht oft genug darüber, dass es sich ändern wird. Es muss sich etwas ändern."

Klopp erinnert an "den wichtigsten Teil des Spiels"

Man müsse klar sagen: "Ladies and Gentlemen, FIFA, UEFA: Stop!", so Klopp weiter. Der frühere Dortmunder Meistercoach brachte ein Meeting aller wichtigen Leute im Profifussball ins Gespräch, bei dem es einzig um "den wichtigsten Teil des Spiels" gehen solle: "Die Spieler."

Der Umgang mit diesem Problem erinnert den Liverpool-Trainer an die Klimakrise. Auch bei diesem Thema wüssten alle, "dass wir etwas ändern müssen", nur passiere zu wenig.

Die WM im Wüstenstaat Katar startet am 21. November, das Finale ist am 18. Dezember. Wegen des eng getakteten Terminplans wird es bis zum WM-Start in den Ligen und den Europacup-Wettbewerben zahlreiche englischen Wochen geben. Katar steht zudem wegen Menschenrechtsverletzungen und dem Umgang mit den ausländischen Arbeitern stark in der Kritik. (best/dpa)

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