Es wäre mal interessant zu wissen, wer das Gerücht dieser seltsamen Regel eigentlich gestreut hat. Denn nach Portugal sitzt auch Panama dem kuriosen Irrtum von einer nicht-existierenden Abstoss-Regel auf.

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Panama hat bei seiner 1:6 (0:5)-Niederlage gegen England am Sonntag mit einer kuriosen Aktion die Zuschauer amüsiert. Die Canaleros erlagen in der ersten Halbzeit offenbar einem ähnlichen Regel-Irrtum wie zuvor die Spieler Portugals und versuchten noch während Englands Torjubel einen vorschnellen Anstoss auszuführen. Schiedsrichter Ghead Grisha pfiff die regelwidrige Aktion jedoch ab.

Die englischen Profis, die WM-Debütant Panama im zweiten Gruppenspiel in Nischni Nowgorod keine Chance liessen, jubelten gerade an der Eckfahne über den verwandelten Strafstoss von Harry Kane zum 2:0, als sich Panamas Fidel Escobar den Ball schnappte und zum Mittelkreis lief. Escobar wollte den Anstoss blitzschnell ausführen, um Englands Torwart Jordan Pickford in Abwesenheit seiner Vorderleute zu überwinden. Doch zu seinem Ärger ertönte der Pfiff des Referees.

So lautet die Regel wirklich

Gemäss dem Regelwerk darf ein Anstoss aber nur ausgeführt werden, wenn sich alle Spieler ausser demjenigen, der den Anstoss ausführt, in der eigenen Hälfte des Spielfelds befinden. Europameister Portugal hatte zuvor mit seinem seltsamen Torjubel Aufsehen erregt, bei dem jedes Mal ein Spieler im Feld blieb. Die Portugiesen glaubten irrtümlich, nur so den Anstoss des Gegners verhindern zu können. Kleiner Trost für Panama: Das erste WM-Tor gelang ihnen schliesslich trotzdem noch. (dpa/ska)