Aufregung um die deutsche Biathlon-Staffel der Damen: Fernsehbilder legten nahe, dass Startläuferin Franziska Preuss ein folgendschwerer Fehler unterlaufen sein könnte. Das Rennen um die Medaillen machten andere.

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Zwischenzeitlich hat den deutschen Biathlon-Damen in der Staffel der Olympischen Spiele die Disqualifikation gedroht.

Beim ersten Schiessen sah es in den Fernsehbildern so aus, als hätte Startläuferin Franziska Preuss eine Patrone nachgeladen, diese aber letztlich nicht abgefeuert. Ein klarer Regelverstoss, der den sofortigen Ausschluss zur Folge gehabt hätte.

Preuss mit tränenreichem Interview

Die Fernsehkommentatoren waren nachhaltig verunsichert. Im ZDF wurde berichtet, Preuss habe die Patrone vor dem Weiterlaufen doch noch aus der Waffe geholt.

Preuss selbst erklärte in einem tränenreichen Interview im ZDF, sie habe die Patrone noch auf der Matte aus der Waffe herausrepetiert.

Die Situation habe sie jedoch im weiteren Rennen noch so beschäftigt, dass sie ihren Kopf nicht mehr klar bekommen hätte. "Es tut mir wahnsinnig leid", sagte die 23-Jährige.

Ihre Strafrunde nach dem zweiten Schiessen sei eine direkte Folge der Aufregung im ersten Schiessen gewesen.

Mit der Medaillenvergabe hatte die deutsche Staffel um Franziska Preuss, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier am Ende nichts mehr zu tun.

Bei schwierigen Windbedingungen musste das Team dreimal in die Strafrunde, leistete sich insgesamt elf Nachlader und landete nur auf einem enttäuschenden achten Platz.

Weissrussland gewinnt vor Schweden und Frankreich

Der Olympiasieg bei den Winterspielen in Pyeongchang ging am Donnerstag an Weissrussland, Silber und Bronze holten Schweden und Frankreich.

Für Deutschland war es ein Rennen zum Vergessen: Mit einer Minute Rückstand ging die ehemalige Langläuferin Herrmann als zweite Läuferin auf die verschneite Strecke, über die phasenweise heftige Winde wehten. Die Sächsin holte auf, arbeitete sich nach einem perfekten Liegendschiessen auf Rang acht nach vorne - und musste dann selbst auch in die Strafrunde.

"Es war von Anfang an extrem schwierig. Man wusste überhaupt nicht, wie man treffen soll. Das macht keinen Spass am Schiessstand", sagte Herrmann. "Aber ich will es nicht auf die Bedingungen schieben."

Auf Rang zwölf übergab Herrmann mit 1:34,8 Minuten Rückstand auf Hildebrand. Auch die 30-Jährige musste bereits nach dem ersten Schiessen in die Strafrunde und lag jenseits der Top 10.

Schlussläuferin Dahlmeier, die Deutschland in der Vergangenheit schon zu zwei WM-Titeln geführt hatte, machte es dann besser. Mehr als leichte Schadensbegrenzung konnte die Ausnahmeläuferin jedoch nicht mehr betreiben.

(fte/ska/dpa)

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