• Sie kannte sich aus im Gebirge: Adèle Milloz war Weltmeisterin im Skibergsteigen.
  • Nun ist die Französin gemeinsam mit einer Begleiterin am Mont-Blanc-Massiv tödlich verunglückt.

Mehr Panoramathemen finden Sie hier

Adèle Milloz wurde nur 26 Jahre alt. Die frühere Weltmeisterin im Skibergsteigen und eine Begleiterin sind am Mont-Blanc-Massiv in den französischen Alpen tödlich verunglückt. Das berichten mehrere internationale Medien übereinstimmend. Zuerst hatte die britische "Daily Mail" den Tod der Französin gemeldet.

Dem Bericht zufolge hatten andere Bergsteiger die Leichen der beiden Frauen bereits vor einigen Tagen in etwa 3.000 Metern Höhe entdeckt und die französische Gendarmerie alarmiert. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Die genauen Umstände des tödlichen Unglücks sind noch unklar. Die Ermittler gingen bislang von einem Unfall aus, hiess es.

Unglück ereignet sich auf nicht allzu schwer geltender Bergsteigerroute

Das Unglück ereignete sich demnach auf der Chamonix-Seite des Berges – auf einer klassischen, als nicht allzu schwer geltenden Bergsteigerroute zur Aiguille du Peigne. "Das Hochgebirge ist durch die Trockenheit noch gefährlicher geworden. Aber der Zugang war nicht explizit verboten", sagte ein Sprecher der Gendarmerie laut "Daily Mail".

Dem Bericht zufolge hatte Milloz 2017 zweimal Gold bei den Winter Military World Games in Sotschi gewonnen. 2019 habe sie ihre Karriere beendet und eine Ausbildung zur professionellen Bergführerin begonnen, hiess es.

Die Bestürzung über den Tod der beiden Frauen ist gross. Der Vorsitzende der Bergführer von Chamonix, Olivier Greber, sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Adèle war eine strahlende junge Frau. Wir alle empfinden heute unendliche Traurigkeit." Der französische Berg- und Kletterverband teilte mit: "Wir werden ihr Lächeln für immer vermissen."  © DER SPIEGEL