Caroline von Hannover wird 63: Rückblick auf ein bewegtes Leben

"Sie hat das Auftreten einer echten Königin", sagte Schauspiel-Legende Cary Grant einst über sie. Caroline von Hannover oder auch Caroline von Monaco ist nicht nur adelige Stilikone mit einem aussergewöhnlichen Charisma – die von harten Schicksalsschlägen geprüfte Prinzessin wusste sich stets zu behaupten. Am 23. Januar wird sie 63 Jahre alt. Ein Rückblick auf ein bewegtes Leben. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Caroline von Hannover (vollständiger Name: Caroline Louise Marguerite Prinzessin von Hannover, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Prinzessin von Monaco, geborene Grimaldi) wird am 23. Januar 1957 in ein absolutes Jet-Set-Leben hineingeboren. Ihr Vater, Fürst Rainier III. von Monaco, ist es, der aus einem verträumten Mini-Staat einen Abenteuerspielplatz für Millionäre errichtete. Ihre Mutter ist keine Geringere als die legendäre Hollywood-Ikone Grace Kelly.
Schon in jungen Jahren wird Prinzessin Caroline von den Medien auf Schritt und Tritt verfolgt. Zunächst geniesst sie die Aufmerksamkeit, studiert Psychologie, Philosophie und Biologie in Paris und amüsiert sich auf Partys mit der High Society.
1978, da ist sie gerade erst 21 Jahre alt, kommt es zum ersten Skandal. Gegen den Willen ihrer Eltern heiratet Caroline den Finanzmakler Philippe Junot. Nur zwei Jahre später wird die Ehe geschieden. Ihr Vater sorgt zudem eigenhändig dafür, dass selbst die katholische Kirche die Verbindung für nichtig erklärt.
Die grosse Liebe ist unterdessen nicht weit: 1983 wartet der italienische Unternehmersohn Stefano Casiraghi am Altar auf sie. Mit ihm bekommt Caroline in den Folgejahren drei Kinder: Andrea Albert Pierre (geb. 1984), Charlotte Marie Pomeline (geb. 1986) und Pierre Rainier Stefano (geb. 1987). Ihre Kinder tragen auf Carolines Wunsch keine Adelstitel.
Nur wenige Jahre nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes kommt Carolines Ehemann am 2. Oktober 1990 auf tragische Weise ums Leben. Stefano Casiraghi verunglückt bei einem Bootsrennen. Damit ist die Leichtigkeit aus ihrem Leben vollends verschwunden.
Hinzu kommen Paparazzi, die mit heimlich aufgenommenen Fotos Carolines Privatleben in der Boulevardpresse schamlos offenlegen. Als einer der ersten Prominenten geht sie ab 1990 gerichtlich dagegen vor. Es folgen unzählige Prozesse, bis ein 2004 gefälltes Urteil die Rechte der Medien erheblich einschränkt. So erweist Caroline mit ihrer Beharrlichkeit allen europäischen Promis einen Dienst.
Mit Designer Karl Lagerfeld (m., hier im Bild mit Supermodel Claudia Schiffer) verbindet Caroline bis zu seinem Tod im Jahr 2019 eine intensive Freundschaft.
Ihre dritte Ehe geht Caroline von Monaco erst 1999 mit Prinz Ernst August von Hannover (Bild) ein. Mit der Geburt der gemeinsamen Tochter Alexandra im gleichen Jahr blüht Caroline noch einmal auf.
Auch wenn ihr Ehemann keine einfache Persönlichkeit zu sein scheint – Ernst August geht als "Prügelprinz" in die Boulevard-Geschichte ein –, beweist Caroline bei ihren wenigen öffentlichen Auftritten königliche Haltung und verteidigt stets ihren Gatten.
Auch Nesthäkchen Alexandra macht ihr viel Freude: Als Eiskunstläuferin geht sie bei internationalen Wettbewerben an den Start.
Caroline ist Präsidentin zahlreicher ehrenamtlicher Organisationen, seit 2003 sogar UNESCO-Botschafterin für Frauenbildung.
Die Sache mit der monegassischen Thronfolge: Bei ihrer Geburt war Caroline die Nummer eins, musste den Rang aber qua Geschlecht ein Jahr später an ihren jüngeren Bruder Albert abgeben. Nach seiner Thronbesteigung verlor sie 2014 erneut das Anrecht an die Zwillingskinder Alberts. Nun steht sie auf Platz drei der Thronfolge. Heute lebt Caroline mit ihrem Mann abwechselnd in Monaco und Hannover.