Grosses Staraufgebot bei der Berlinale: Salma Hayek, Elle Fanning und Javier Bardem sorgen für grosses Gedränge am roten Teppich des Berlinale-Wettbewerbsfilms "The Roads Not Taken" (Kinostart: 30. April).

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Bardem spielt in Sally Potters Drama den an Demenz erkrankten Leo, der von seiner Tochter (Elle Fanning) aufopferungsvoll gepflegt wird. Für seine Rolle liess er sich von Potters persönlicher Geschichte inspirieren, denn die Regisseurin kümmerte sich zwei Jahre lange um ihren demenzkranken Bruder.

Sie habe in der Zeit wahnsinnig viel darüber gelernt, wie der Verstand funktioniere, erklärt Potter. "Ich habe mich immer gefragt, wohin er verschwindet, wenn er so weit weg zu sein scheint."

In "The Roads Not Taken" fliessen die Wirklichkeit und Leos Gedanken ineinander. In Leos Kopf fügen sich andere, nie gelebte Lebensentwürfe zusammen. In einem seiner Leben ist Leo Schriftsteller in Griechenland, in einem anderen trifft er seine grosse Liebe Dolores (Salma Hayek) wieder.

Dass Hayek mit ihrem liebsten spanischen Schauspieler arbeiten konnte, freut sie. "Wir sind gute Freunde", erklärt sie. "Er ist mit meiner besten Freundin verheiratet" (Anm.d.Red.: Penelopé Cruz). Nur manchmal sei es seltsam für sie gewesen, ihn bei den Dreharbeiten ganz anders zu erleben.

Für Hayek ist es der zweite Film auf der Berlinale. Als sie 1994 mit "Die Gasse der Wunder" zur Berlinale kam, war sie nur in Spanien ein Telenovela-Star, in Hollywood hingegen stand ihr noch der grosse Ruhm bevor.

Hayeks Weg vom Telenovela-Stern zum Hollywoodstar

Als ein Journalist fragt, warum sie jetzt auf dem Höhepunkt ihrer Karriere sei, entgegnet Hayek schlagfertig: "Ich wollte Ihnen die gleiche Frage stellen." Sie lächelt und beginnt zu erzählen, wie sie das erste Mal zur Berlinale kam. Damals war sie auf dem Filmfestival noch eine Unbekannte.

Hayek schaffte den Weg vom spanischen Telenovela-Stern zum Hollywoodstar. Nach Roberto Rodriguez' "Desperado" (1995) folgte schliesslich ihre legendärer Schlangentanz in "From Dusk Till Dawn" (1996), der Hayek schliesslich nach ganz oben brachte. "Es ist ein Wunder für jemanden wie mich, wenn man darüber nachdenkt, woher ich komme."