• Am Donnerstag startete der rheinische Strassenkarneval.
  • Zwar wollte man in Köln zunächst feiern, doch das Festkomitee Kölner Karneval hat nun das für Montag geplante Rosenmontagsfest abgesagt.

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Update: 14:26 Uhr: Wegen des Kriegs in der Ukraine hat das Festkomitee Kölner Karneval das für Montag geplante Rosenmontagsfest mit einem Umzug im Rheinenergiestadion abgesagt. Stattdessen werde man eine Friedensdemonstration mit Persiflagewagen auf Plätzen in der Kölner Innenstadt organisieren, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Festkomitees der Deutschen Presse-Agentur.

In Köln waren am Donnerstagmorgen - Weiberfastnacht - schon erste Kostümierte unterwegs oder standen an Corona-Teststationen an.

Das Festkomitee Kölner Karneval hatte zunächst an den Feierlichkeiten festgehalten: "Heute beginnt der Strassenkarneval, das bedeutet für die Jecken in Köln hauptsächlich individuell feiern, draussen oder in der Kneipe. Nach zwei Jahren Pandemie ist die Sehnsucht danach sehr gross - und das Absagen mit so kurzem Vorlauf rein organisatorisch auch gar nicht möglich. Es wäre aus unserer Sicht auch das falsche Signal."

Radio Köln stoppt Karnevalsmusik - TV sendet weiter

Indessen hat der Lokalsender Radio Köln am Donnerstagmorgen sein Programm geändert und sendet seit 08:00 Uhr keine Karnevalsmusik mehr. "Wir können nicht über den Krieg berichten und drumherum Karnevalsmusik senden", sagte Chefredakteurin Claudia Schall der Deutschen Presse-Agentur. Auch WDR4 änderte sein Programm, im WDR-Fernsehen wurde zunächst weiter geschunkelt.

Radio Köln hatte nach eigenen Angaben geplant, von 06:00 Uhr bis Mitternacht Karnevalsmusik zu spielen. Der Kölner Lokalsender gehört zum Verbund Radio NRW. Dessen Sender haben auch ihr nachrichtliches Programm geändert. Am Vormittag sollte es eine monothematische Sendung zum Angriff auf die Ukraine geben, danach stündliche Updates, so eine Sprecherin. Auch die Comedy-Blöcke wurden bis zunächst 16:00 Uhr gestrichen.

Der öffentlich-rechtliche Sender WDR4 änderte am Vormittag ebenfalls sein Musikprogramm, das unter dem Motto "Karneval hoch 4" angekündigt war. Stattdessen liefen unter anderem Oldies. Ein Moderator begründete die Umstellung mit dem Angriff auf die Ukraine.

Im WDR-Fernsehen lief zunächst das angekündigte Karnevalsprogramm weiter. Seit dem Morgen "Kölsche Tön vom Heumarkt - Das Best of der Sessionseröffnung 2021". In einer Banderole am unteren Bildschirmrand verwies der WDR auf seine Berichterstattung zur Ukraine im Radio und online. Auf dpa-Anfrage teilte der WDR mit, dass man sich später äussern werde. (dpa/ari)