Er galt als einer der erfolgreichsten spanischen Schriftsteller der Gegenwart. Mit seinen Barcelona-Romanen wurde er weltberühmt. Jetzt ist Carlos Ruiz Zafón nach einem Krebsleiden in Los Angeles gestorben.

Weitere Kultur-News finden Sie hier

Der spanische Bestseller-Autor Carlos Ruiz Zafón ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Die Nachrichtenagentur Europapress meldete am Freitag unter Berufung auf seinen Verlag Planeta, dass der Schriftsteller an Krebs erkrankt gewesen sei.

Via Twitter schrieb der spanische Verlag: "Carlos Ruiz Zafón, einer der besten zeitgenössischen Romanautoren, ist heute gestorben. Wir werden uns immer an Dich erinnern, Carlos!"

In einer Erklärung des Verlags stand ausserdem: "Heute ist ein sehr trauriger Tag für alle bei Planeta, die ihn kannten und mit ihm in den vergangenen 20 Jahren zusammengearbeitet und dabei eine Freundschaft geschlossen haben, die über das Berufliche weit hinausgeht. Aber durch seine Bücher wird er unter uns allen lebendig bleiben."

Zafón habe zwei Jahre lang gegen den Krebs gekämpft, berichtete die Zeitung "La Vanguardia". Nach ersten Symptomen in London 2018 habe er sich in seiner Wahlheimat Los Angeles behandeln lassen.

Zafón auch in Deutschland sehr populär

Mit Romanen wie "Der Schatten des Windes", "Das Spiel des Engels" oder "Der Fürst des Nebels" war der Schriftsteller auch in Deutschland sehr populär. In seinem Werk spielte seine katalanische Heimatstadt Barcelona eine wichtige Rolle.

Mit 15 Millionen verkauften Exemplaren avancierte "Der Schatten des Windes" "Don Quijote" zum meistverkauften spanischen Roman aller Zeiten.

Zafón schrieb schon als Kind Geschichten, arbeitete dann zunächst als Werbetexter und später jahrelang als Drehbuchautor in den USA. (AFP/dpa/lh)