Der Malwettbewerb der Verkehrsbetriebe Luzern sollte den teilnehmenden Kindern Freude bereiten und ihre Kreativität fördern. Nun wurde der Contest jedoch abgebrochen. Die Schuld trägt ein Familienvater.

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Die Idee der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) war simpel: Anlässlich der Verlängerung der VBL-Trolleybuslinie 1 nach Ebikon konnten Kinder im Rahmen eines Malwettbewerbs ihre kreativen Werke zum Thema einreichen – und satte Gewinne absahnen.

Der Vorfreude auf einen möglichen Preis wurde nun aber ein Strich durch die Rechnung gemacht. Denn sollte das Online-Voting ursprünglich noch bis September andauern, wurde es jetzt vorzeitig wegen "Auffälligkeiten" eingestellt, wie die "Luzerner Zeitung" berichtet.

Lücken im Voting-System

Von Familie Schilliger haben drei Kinder Bilder eingereicht, die im Online-Voting auffällig viele Stimmen erhalten haben, heisst es in dem Bericht. Dies habe die Verantwortlichen des Malwettbewerbs stutzig gemacht.

Eine Analyse habe schliesslich ergeben: "Die immer wiederkehrenden Stimmabgaben haben System." Sofort hätte man den Contest "vorübergehend gestoppt".

Grund für die vielen Stimmen: Familie Schilliger scheint auf eigene Faust herausgefunden zu haben, dass das Voting-System eine mehrfache Stimmabgabe am Tag zulässt – und nutzte dies aus.

Vater Beat Schilliger habe über Social Media um Mithilfe gebeten, die Bilder seiner Kinder täglich zu unterstützen. Einen Fehler sieht er darin nicht: "Es wurde von uns ausgenutzt, da nichts darauf hingewiesen hat, dass dies nicht erlaubt sei", zitiert ihn das Blatt.

Stimmen wurden gelöscht

Die VBL ziehen Konsequenzen. Um einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, wurden die bisherigen Stimmen, die die Schilliger-Kinder erzielt hatten, gelöscht und der Contest schliesslich fortgesetzt.

Vater Beat Schilliger ist empört: "Für den Malwettbewerb hätte man besser eine Jury eingesetzt, die über die Gewinner entscheidet", meint er. Ob die VBL ihm in diesem Punkt zustimmen?

Endgültiger Abbruch

Wie am Dienstagabend bekannt gegeben wurde, hat sich das Unternehmen dazu entschieden, den Malwettbewerb gänzlich einzustellen. "Aufgrund von Manipulationen sehen wir uns gezwungen, den Malwettbewerb zu stoppen", sagt Mediensprecher Sämi Deubelbeiss "20min.ch".

Um den bemühten Kindern dennoch eine Freude zu machen, wolle man sie "wenigstens mit einem Geschenk" belohnen. (vrr/cos)  © 1&1 Mail & Media / SN

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