Beim Nervthema Süssigkeiten kommt es oft zu Streit zwischen Eltern und Kindern, wenn die Idee für eine gute Regelung fehlt. Dabei entschärft eine simple Idee diese Situation oft langfristig.

Es ist unglaublich, wie oft mein mittlerer Sohn direkt nach dem Aufstehen nach Süssigkeiten fragt – und das, obwohl es um diese Uhrzeit natürlich noch nie welche gab.

Mit diesem Optimismus möchte ich morgens auch einmal in den Tag starten. Immer sofort ein "Nein" kassieren und trotzdem zwei Wochen lang als erste Tat des Tages nach Süssem fragen – jedes Mal voller Überzeugung, dass es heute welche gibt.

Ich versuche, den Kindern generell ein gesundes Verhältnis zum Thema Süssigkeiten beizubringen. Es ist nicht verpönt bei uns zu Hause, aber es gibt auch nicht ständig welche.

Und obwohl ich den Kindern regelmässig etwas angeboten habe, waren sie nie zufrieden und es herrschte immer eine schlechte Stimmung, sobald das Thema aufkam. Diese ständige Fragerei war unglaublich anstrengend.

Kindern Verantwortung übertragen

Deshalb entschied ich, das Thema grossteils in die Verantwortung der Kinder zu geben. Diese Herangehensweise klappt erstaunlich gut – auch dann, wenn Kinder noch recht klein sind und man ihnen einen verantwortungsvollen Umgang nicht unbedingt zutraut.

Unsere grossen Söhne haben daher, seit sie zweieinhalb und vier Jahre alt sind, eine eigene kleine Box mit Süssigkeiten in ihren Kinderzimmern. Zu dieser haben sie immer freien Zugang, es gibt nur ein paar Regeln im Umgang mit der kleinen Schatzkiste.

Sie dürfen nicht vor dem Frühstück oder direkt vor oder nach dem Abendessen naschen und wenn sie etwas mit Schokolade essen, müssen sie Hände waschen.

Ich hätte es selber nicht gedacht, aber es funktioniert. Sie hüten diese Sachen wie einen kostbaren Schatz und geniessen jedes einzelne Gummibärchen anstatt die Süssigkeiten wahllos in sich hineinzustopfen. Jede Leckerei, die sie essen, wählen sie mit Freude und maximaler Konzentration aus.

Diese Schatzkiste hat auch den grossen Vorteil, dass ich die ständige Fragerei nach Süssigkeiten damit beantworten kann, dass sie etwas aus ihrer Box essen können. Dann suchen sie sich etwas aus, was ihnen schmeckt, und ich weiss, dass die Menge über die Woche ungefähr stimmt.

Und was kommt in die Box? Ich bin immer grosszügig und gebe ihnen eine schöne bunte Mischung mit Dingen, die sie gerne mögen. So hat jeder die Sachen in seiner Schatzkiste, die er besonders gerne mag. Süssigkeiten, die keiner mag, verschenken wir weiter statt sie ewig zu lagern.

Noch so eine Mama-Bloggerin. Nicht schon wieder. Oder? Naja, etwas anders ist es doch. Miriam Fuz hat nämlich drei Söhne im Kleinkind-Alter hat und es trotzdem in ihrer letzten Elternzeit irgendwie geschafft, zwischen Stillen, Trotzanfällen und schlaflosen Nächten ein Buch zu schreiben. Und dabei läuft längst nicht immer alles rund zuhause. Sie berichtet in ihren Beiträgen ehrlich vom Mama-Dasein mit allen Höhen und Tiefen und philosophiert dazwischen darüber, warum wir andere Menschen und uns selbst wertschätzen sollten.