Beatrice Egli, DJ Bobo und Co.: Die bekanntesten Musikstars der Schweiz

Beatrice Egli feiert am 21. Juni 2020 ihren 32. Geburtstag. Die Schweizerin ist derzeit im deutschsprachigen Raum wohl der bekannteste Musikstar aus dem Land der Berge. Doch sie ist nicht der einzige Stern am Schweizer Musikhimmel: Wir stellen sie und 32 weitere grosse Schweizer Musiker vor. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Sie zählt zu den international bekanntesten Sängerinnen: Rock’n‘Soul-Queen Tina Turner nahm 2013 die Schweizer Staatsbürgerschaft an, sie lebt bereits seit 1994 dauerhaft mit ihrem deutschen Lebensgefährten Erwin Bach in Küsnacht. Der achtfachen Grammy-Gewinnerin gelang 1984 mit "What’s Love Got To Do With It?" der Durchbruch, mit über 180 Millionen verkauften Platten gehört sie zu den erfolgreichsten Solo-Künstlerinnen weltweit.
Mundart-Rocksänger Polo Hofer (1945 - 2017) gilt in der Schweiz als "legendäres Nationalheiligtum", schon zu Lebzeiten trug er den Spitznamen "Polo National". In den 60er Jahren war er Teil der Band The Jetmen, 1971 formierte er die Mundart-Band Rumpelstilz. 1984 gründete er dann die SchmetterBand, mit der er bis 2003 unterwegs war. Sein Song "Alpenrose" wurde 2016 zum grössten Schweizer Hit aller Zeiten gekürt, bereits 2011 wurde er mit dem Swiss Music Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
An ihm führt in der Schweizer Musikszene kein Weg vorbei: DJ BoBo veröffentlichte 1992 seine erste Single "Somebody Dance with Me", die prompt auf Platz eins der Schweizer Charts landete und mit der er auch in Deutschland und Österreich Erfolge feierte. Vor allem in den 1990er Jahren gelangen ihm eine Reihe an Charterfolgen mit Songs wie "Everybody" oder "Let the Dream Come True". Mit rund 5,9 Millionen verkauften Tonträgern ist er bis heute einer der erfolgreichsten Schweizer Musiker.
Das Duo Yello wurde von Boris Blank (r.) und Carlos Perón in den 1970ern in Zürich gegründet. Der Name ist ein Wortspiel und steht für "a yelled Hello" ("ein gebrülltes Hallo"). Gebrüllt wurde weniger, dafür aber erfolgreich musiziert. Die Bilanz: Der Kunstpreis der Stadt Zürich, ein Echo Pop und der Swiss Music Award. Das Anfang 1985 veröffentlichte Album "Stella" hielt sich in Deutschland 34 Wochen in den Charts und wurde mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.
DJ Antoine, der mit bürgerlichem Namen Antoine Konrad heisst, begann seine Musikkarriere in seiner Schweizer Heimat Sissach. Zwischen 1995 und 2010 gelangen ihm in der Schweiz bereits erste Erfolge, mit "Welcome to St. Tropez" feierte er 2011 seinen internationalen Durchbruch. Sein Hit "Ma Chérie" ist gemessen an Verkaufszahlen die erfolgreichste Single eines Schweizer Musikers.
Popsängerin Stefanie Heinzmann hat ihren Erfolg Stefan Raabs Casting-Contest "SSDSDSSWEMUGABRTLAD" zu verdanken: Die gebürtige Walliserin wurde als erste Schweizer Teilnehmerin einer deutschen Casting-Show zur Siegerin gekürt. Ihr Siegersong "My Man Is a Mean Man" ist bis heute ihre erfolgreichste Single. Im März 2020 war sie bei "The Masked Singer" als Dalmatiner dabei, im Mai desselben Jahres nahm sie mit ihrem Song "All we need is love" am "FreeESC" teil.
Auch Luca Hänni verdankt seinen Erfolg einer deutschen Casting-Show: 2012 siegte der Schweizer aus Bern mit "Don’t Think About Me" bei DSDS. 2017 erreichte er bei der RTL-Tanzshow "Dance Dance Dance" den ersten Platz, 2018 performte er seine erste deutschsprachige Single "Bei mir" gemeinsam mit Helene Fischer in deren Show. Im vergangenen Jahr vertrat Hänni sein Heimatland mit "She Got Me" beim Eurovision Song Contest und belegte den vierten Platz, 2020 tanzte er sich bei "Let’s Dance" auf den dritten Platz.
Die Schweizer Hard-Rock-Band Gotthard ist die erfolgreichste des Landes: Seit 1992 landete jedes ihrer 17 Studioalben auf Platz eins der Schweizer Charts. Weltweit verkauften die Rocker über zwei Millionen LPs, davon über eine Million in der Schweiz. Auch international sind sie erfolgreich, ihre vergangenen fünf Alben schafften es in die Top Ten der deutschen Albumcharts.
Die Schweizer stehen auf Hard-Rock: Auch die aus Solothurn stammende Band Krokus zählt zu den erfolgreichsten Interpreten des Landes. International stehen sie sogar noch vor Gotthard. Von den vier Gründungsmitgliedern ist inzwischen nur noch Chris von Rohr (im Bild rechts) übrig geblieben, die anderen verstarben bereits. Mit dem Album "Headhunter" schafften sie es 1983 sogar in die Top 25 der US-Charts. 2017 – über vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung 1975 – standen sie mit dem Album "Big Rocks" nochmal auf Platz eins der Schweizer Albumcharts.
Der Berner Rockmusiker Gölä schrieb 1998 mit seinem Debütalbum "Uf u Dervo" Musikgeschichte: Das Album verkaufte sich über 300.000-mal, blieb mehr als zwei Jahre lang in den Charts und machte Gölä, der mit bürgerlichem Namen Marco Pfeuti heisst, zum Star der Mundart-Szene. Insgesamt wurde er 22-mal mit Platin ausgezeichnet, ihm wurde sogar der World Music Award als "Best Selling Swiss Artist" verliehen. Seit 2002 hat er sich von der Mundart abgewendet und veröffentlicht seitdem Rockmusik.
2007 gründeten die vier Brüder Matt, Joe, Esra und Simri-Ramon Buchli aus Graubünden die Band 77 Bombay Street. Für ihr erstes Album "Up in the Sky" erhielten sie Platin und blieben über zwei Jahre in den Schweizer Charts. Auch ihre beiden darauffolgenden Alben stiegen jeweils auf Platz eins und blieben mehrere Wochen in der Hitparade. 2013 wurden sie mit dem Swiss Award im Bereich "Show" ausgezeichnet.
Die Rockband Dada ante portas gründete sich 1997 in Luzern. Ausserhalb der Schweiz sind die Rockmusiker vor allem in Dänemark und Deutschland bekannt. 2008 veröffentlichten sie ihr bislang erfolgreichstes Album, "The Theory of Everything", das ihnen ihre erste Goldene Schallplatte einbrachte. Alle Alben seit 2004 schafften es in die Top Ten der Schweizer Hitparade.
Die gebürtige Schweizerin Mia Aergerter hatte in Rudi Carrells Samstagabend-Show "Lass dich überraschen" ihren ersten grossen Auftritt. Anfang der 2000er Jahre wurde sie als Xenia di Montalban in der Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" schliesslich in Deutschland bekannt, schaffte es mit ihren Songs "U don’t know how to love me" und "Alive" auch in die Top 100 der deutschen Charts. 2005 ging sie gemeinsam mit Ronan Keating auf Deutschland-Tour.
Die Berner Schlagersängerin Francine Jordi zählt zu den bekanntesten Interpretinnen der Schweiz. Bereits 1998 gelang ihr als Siegerin des "Grand Prix der Volksmusik" mit "Das Feuer der Sehnsucht" der Durchbruch. 2002 vertrat sie mit dem französischsprachigen Lied "Dans le jardin de mon âme" ihr Heimatland beim Eurovision Song Contest in Tallinn. 2019 veröffentlichte sie ihr Album "Heicho". 2020 nahm sie an der ersten Staffel von "Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert" teil.
Carlo Schenker alias Leonard ist seit über 35 Jahren in der Schlagerbranche aktiv, seinen grössten Hit hatte der Schlagersänger 1989 mit "Voulez-vous danser". Mit "Ein kleines Lied" schafft er es 1996 mehrere Wochen in die deutschen Top Ten. 1998 wurde er mit dem "Prix Walo" als bester Sänger im Bereich Schlager/Volksmusik ausgezeichnet.
Die gebürtige Bernerin Sophie Hunger war ab 2004 Mitglied der Indie-Band Fisher, die sich 2007 auflöste. Ihr Album "Monday’s Ghost" erreichte 2008 Platz eins der Schweizer Hitparade, auch mit dem nächsten Album "1983" kletterte sie wieder an die Spitze und schaffte es sogar in die Top 100 der deutschen Charts. 2013 veröffentlichte sie die Single "Fremde" mit Max Herre, die drei Wochen in den deutschen Charts vertreten war.
Stephan Eicher ist einer der erfolgreichsten Musiker der Schweiz: Der Chansonnier singt auf Französisch, Deutsch, Englisch, Italienisch und Berndeutsch, im deutschsprachigen Raum erlangte er in den 80ern als Teil der Band Grauzone mit deren Single "Eisbär" Bekanntheit. 2003 erschien die Single "Taxi Europa" mit Herbert Grönemeyer.
Der Rock-Pop-Sänger Marc Sway kombiniert in seiner Musik seine beiden Kulturen: Seine Mutter ist Brasilianerin, der Vater Schweizer. Immer wieder schafft der Zürcher es mit seinen Alben in die Top Ten der Schweizer Hitparade, 2013 und 2014 sass er in der Jury der Casting-Show "The Voice of Switzerland".
Die Basler Britpop-Band Lovebugs feierte 1994 mit dem Album "Fluff" ihr Debüt, den ersten grossen Erfolg schaffte sie 2000 mit dem Album "Transatlantic Flight", das es auf Platz drei der Albumcharts schaffte. Für "Awaydays" und "Naked" erhielten sie eine Goldene Schallplatte, mit "In Every Waking Moment" das erste Mal Platin. 2009 vertraten sie die Schweiz beim Eurovision Song Contest, erreichten jedoch lediglich den 14. Platz.
Pegasus gehört zu den erfolgreichsten Popbands der Schweiz. Die Bandkollegen Stefan, Noah und Gabriel wurden für ihre Singles und Alben mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet, 2012 schafften sie es mit der Single "Skyline" erstmals auf Platz eins der Hitparade. 2010 erhielten sie ihren ersten Swiss Music Award in der Kategorie Newcomer National, 2013 und 2015 folgte die Auszeichnung für "Best Hit National". 2019 veröffentlichten sie mit US-Musiker Aloe Blacc den Song "Greatest Show on Earth".