Brit Awards 2020: Das sind die Abräumer des Abends

Zum 40. Mal in der Musikgeschichte wurden am Dienstag in London die Brit Awards verliehen - der prestigeträchtigste Preis der britischen Popmusik. Eine sorgte dabei mal wieder besonders für Aufsehen: Billie Eilish. Neben ihr gab es weitere grosse Abräumer. © spot on news

Tyler, the Creator setzte sich in der Kategorie "Bester Internationaler Solokünstler" gegen Bruce Springsteen, Burna Boy, Dermot Kennedy und Post Malone durch. Der 28 Jahre alte Rapper aus den USA ist im englischsprachigen Raum eine echte Grösse, hierzulande aber noch weniger bekannt.
Ganz anders: Billie Eilish. Die Erfolgssträhne der 18 Jahre alten US-Amerikanerin riss auch bei den Brit Awards nicht ab. Sie sackte den Preis als "Beste Internationale Solokünstlerin" ein und sorgte mit ihrer Dankesrede für Emotionen. "Ich habe mich in letzter Zeit sehr gehasst gefühlt. Aber als ich auf der Bühne stand und gesehen habe, wie ihr mich angelächelt habt, da wollte ich weinen. Und jetzt möchte ich auch weinen", so die Sängerin.
Sängerin Mabel machte mit der Auszeichnung als "Beste Britische Solokünstlerin" vor allem ihre Mutter Neneh Cherry stolz. Diese konnte zwei der begehrten Musiktrophäen 30 Jahre zuvor ebenfalls mit nach Hause nehmen.
Auf der Bühne zeigte Mabel schliesslich, welches Talent ihr in die Wiege gelegt wurde. Die 23-Jährige gab ihren Erfolgshit "Don't Call Me Up" zum Besten.
Rapper Stormzy machte das Rennen als "Bester Britischer Solokünstler". Der 26 Jahre alte "Own It"-Interpret liess seine Konkurrenten Dave, Lewis Capaldi, Harry Styles und Michaél Kiwanuka hinter sich.
Einen Grund, um traurig zu sein, hatte Lewis Capaldi (23) aber nicht. Der Sänger nahm in diesem Jahr gleich zwei Brit Awards mit nach Hause: als "Bester Nachwuchskünstler" und mit "Someone You Loved" auch jenen für die Single des Jahres. Die Chance nutzte er, um klarzustellen, dass der Song nicht etwa einer Ex-Freundin gewidmet sei, sondern seiner verstorbenen Oma.
Die vier Männer von Foals liessen Coldplay mächtig alt aussehen, als sie den Award als "Beste Britische Band" einsackten. Bastille, Bring Me the Horizon und D-Block Europe waren ebenfalls nominiert.
Der Londoner Rapper Dave gewann mit "Psychodrama" in diesem Jahr den Brit Award für das "Beste Britische Album". Der Rap des 21-Jährigen ("Die Wahrheit ist, unser Premierminister ist ein echter Rassist") sorgte ordentlich für Furore.
Musikerin Celeste durfte den "Rising Star Award" 2020 entgegennehmen und fühlte sich sichtlich geehrt. "Ich hoffe, das Meiste aus dieser unglaublichen Chance rausholen zu können und kann es kaum erwarten, nächstes Jahr bei den BRITs zu performen", sagte die 25-Jährige.