Nach dem Aus für den Musikpreis Echo haben sich mehrere Prominente zu Wort gemeldet. Sie reagieren mit Verständnis, aber auch jeder Menge Witz und Schadenfreude.

Mehr zum Echo

So findet Wolfgang Niedecken die Abschaffung des Musikpreises Echo richtig. "Eine nachvollziehbare, gute Entscheidung", schrieb der BAP-Sänger der Deutschen Presse-Agentur. "Bleibt nur zu hoffen, dass nicht im nächsten Jahr der alte Wein in neuen Schläuchen angeboten wird."

Nach der jüngsten Echo-Verleihung hatte Niedecken (67) Vorwürfe gegen die Veranstalter erhoben. Man habe ihn und Klaus Voormann bei der Verleihung "ganz einfach ins Messer laufen lassen", kritisierte er auf Facebook.

Auszeichnung für Lebenswerk

Niedecken hatte bei der Echo-Verleihung den Preis für das Lebenswerk an Musiker und Grafiker Klaus Voormann (79) überreicht.

Voormann gab später aus Protest über die Würdigung der Rapper Kollegah und Farid Bang seine Trophäe zurück. Niedecken schrieb, er habe die "menschenverachtenden" Texte der Rapper nicht gekannt.

Auch für Schauspieler Hardy Krüger jr. (49, "Forsthaus Falkenau") ist die angekündigte Abschaffung des Echos folgerichtig. "Das ist eine konsequente Reaktion und ein Statement", sagte der TV-Star.

Im Netz gab es einiges an Spott und Schadenfreude: Komiker Otto Waalkes witzelte über das Echo-Aus mit seinem Sketch "Hallo Echo! - Hallo Otto!" bei Twitter.

Auch Musiker Thomas D. twitterte: "Der Echo wird abgeschafft?!?!?! Hahahahahahahahahahahahah". Der Musiker und "Tatort"-Star Jan Josef Liefers schrieb bei Facebook: "2 Rapper und eine hirn- und gefühllose Zeile schicken ECHO ins kühle Grab."

In Anspielung auf einen eigenen Hit twitterte Andreas Bourani: "Ein Hoch auf das was vor uns liegt :) #ECHO #Veränderung" (mgw/dpa)  © dpa