• Das Musikfestival "c/o pop" in Köln gehört zu den ersten grossen Veranstaltungen, die nach der Corona-bedingten Zwangspause wieder stattfinden.
  • Die Vorfreude auf die Konzerte ist natürlich gross - eine gewisse Verunsicherung bleibt jedoch.

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Keine Maskenpflicht, keine Impfnachweis-Kontrollen - und Konzerte in vollen Clubs: Dass das Kölner Musikfestival "c/o pop" in diesem Jahr nahezu ohne Auflagen über die Bühnen gehen wird, können die Festivalmacher selbst noch nicht ganz glauben. "Es herrscht grosse Vorfreude, aber natürlich auch noch etwas Verunsicherung, dass jetzt wieder alles geht", sagt Norbert Oberhaus, Geschäftsführer der "c/o pop". Rund 150 Acts werden vom 20. bis 24. April vor Publikum an verschiedenen Orten der Stadt aufspielen.

"Wir gehören zu den Ersten, die nach zwei Jahren Pandemie wieder ein Festival fast ohne Einschränkungen veranstalten können. Darüber freuen wir uns sehr", sagt Oberhaus. Er und sein Team spürten aber auch die Verantwortung und das leicht befremdliche Gefühl, in Zeiten des Ukraine-Krieges und der Corona-Pandemie ein Festival zu feiern.

Risiko der Absage zu hoch: Entdeckerfestival statt grosser Acts

In den vergangenen beiden Jahren hatte die "c/o pop" nur in Form einer digitalen Ersatzveranstaltung stattgefunden - nun werden wie zuletzt 2019 rund 30.000 Besucher erwartet. Den Höhepunkt des umfangreichen Programms stellt ein Konzert der österreichischen Popband Bilderbuch in der Kölner Philharmonie zum Festival-Auftakt am Mittwochabend dar. Hinzu kommen Auftritte angesagter Newcomer wie Rapper Albi X sowie ein Strassenfestival im Kölner Stadtteil Ehrenfeld mit vielen kostenfreien Shows.

Die ganz grossen Namen werden in diesem Jahr jedoch fehlen. "Wir haben auf die Karte des Entdeckerfestivals gesetzt", sagt Oberhaus - auch weil es zu risikoreich gewesen sei, grosse und teure Acts zu verpflichten.

Neu dabei in diesem Jahr: "c/o queer"

In den Mittelpunkt gerückt ist zudem das Thema Diversität. Mehr als die Hälfte der Acts des fünftägigen Popkultur-Events seien weiblich. "Es wird ein Festival werden, das bunter denn je ist", sagt Norbert Oberhaus.

Unter dem Namen "c/o queer" wird es erstmals ein Programm von und für queere Menschen geben. Begleitend zum Festival diskutieren beim Branchentreff "c/o pop Convention" vom 21. bis 22. April rund 1.000 Fachbesucher neue Entwicklungen der Musikindustrie. (dpa/dh)

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